Paderborn rührt die Werbetrommel: "Es war ein geiler Kick!"
Werbung für den Zweitliga-Fußball liegt dem SC Paderborn 07. Das 2:2-Remis beim Hamburger SV war am Freitagabend für Cheftrainer Lukas Kwasniok ein Beispiel für diese These. Zufrieden war der Fußballlehrer mit dem Ergebnis zwar nicht, doch als "geiler Kick" erhielt die Partie trotzdem Lob.
"Für uns ein neues Element"
Nicht zum ersten Mal in dieser Saison äußerte Lukas Kwasniok die Vermutung, dass Spiele mit der Beteiligung der Ostwestfalen durchaus Werbung für den Zweitliga-Fußball darstellen. Für die Partie in Hamburg brauchte der 41-Jährige nicht viele Beschreibungen: "Ich würde es gerne mit den Worten zusammenfassen: Es war ein geiler Kick!" Schon zum Start in die Partie hatte der SCP die Chancen, um dem Favoriten ein Bein zu stellen. "Beide Mannschaften haben von der ersten Minute an mit einem offenen Visier gespielt. Wir haben leider keinen der ersten drei Einschussmöglichkeiten nutzen können", fand Kwasniok.
Dass der Hamburger SV mit fortlaufender Spieldauer stärker werden würde, schien fast schon klar zu sein. "Wir sind beim Einwurf nicht clever genug und die klassische Situation Glatzel und Dompe schlägt uns wieder wie im Hinspiel", sah Kwasniok das Unglück dann kommen. Doch Paderborn glich aus - und zwar sehr zur Freude des Cheftrainers: "Was die Jungs dann abgespult und an Reife gezeigt haben, ist für uns ein neues Element. So eine Reaktion zu zeigen, ist keine Selbstverständlichkeit bei uns." Die Ostwestfalen überstanden dann einen Abseitstreffer, mussten aber schließlich doch noch den zwischenzeitlichen Ausgleich hinnehmen.
Enttäuschung auf beiden Seiten
"Da hatten wir auch Glück, dass das dritte Tor nicht fällt", fasste Kwasniok den weiteren Verlauf der Partie zusammen - und wähnte sich im Spielglück: "Wir kommen mit einem unnötigen Foul per Elfmeter zum 2:2." Bei diesem Ergebnis blieb es letztendlich auch, sodass die Paderborner nun sechs Punkte hinter dem HSV bleiben. Druck auf den dritten Rang können die Ostwestfalen damit kaum noch auslösen, während die Gegner wiederum wohl keine Schärfe mehr ins Aufstiegsrennen bringen. "Wir sind sicher beide enttäuscht, dass wir nicht gewonnen haben. Der neutrale Zuschauer ist aber als Sieger vom Platz gegangen", legte sich Kwasniok daher fest. Drei Spiele bleiben dem SCP noch, um die Werbetrommel weiter zu rühren.