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Paderborn zu Gast am Millerntor: "Sind überzeugt davon, etwas mitzunehmen"

Erleben die Anhänger des SC Paderborn am morgigen Mittwoch schon das nächste Torspektakel ihrer Mannschaft? Nach neun Toren und sieben Gegentreffern aus den letzten beiden Ligapartien in Köln und gegen Magdeburg wollen die Ostwestfalen auch beim FC St. Pauli punkten und dabei wieder munter nach vorne spielen – wenn möglich aber bei weniger Gegentoren als zuletzt.

Chefcoach Baumgart angeschlagen

Der Acht-Tore-Wahnsinn vom vergangenen Sonntag beim 4:4 gegen den FC Magdeburg scheint noch gar nicht so recht verdaut, da wartet mit dem FC St. Pauli und dem prall gefüllten Millerntor schon die nächste Herkulesaufgabe auf den SC Paderborn und Cheftrainer Steffen Baumgart. Apropos Verdauung: Der Übungsleiter musste mit einem Magen-Darm-Infekt der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel fernbleiben, wird aber morgen Abend wohl auf der Trainerbank sitzen. Für ihn übernahm Co-Trainer Daniel Scherning die Rolle vor den Pressevertretern und schilderte seine Eindrücke vor dem Auswärtsspiel in Hamburg

Scherning antizipiert selbstbewusste Kiezkicker

Man erwarte "eine außergewöhnliche Stimmung" am Millerntor und mit den Kiezkickern eine Mannschaft, "die viel individuelle Qualität mitbringt, die das letzte Spiel in Ingolstadt gewonnen hat und dementsprechend über Selbstvertrauen verfügen wird. Sie haben sicherlich viele gute Umschaltspieler und quirlige Akteure auf dem Feld", so Scherning im Vorfeld der Partie. Gleichzeitig aber bekräftigte der Co-Trainer des SCP: "Wir sind überzeugt davon, dass wir etwas mitnehmen werden." Die Gegentorflut der vergangenen Spiele habe " sicherlich nicht nur individuelle Fehler als Ursprung, sondern resultierte aus Fehlern in unserem System. Das haben wir angesprochen und wir sind überzeugt davon, dass wir das auch besser machen werden." Unabhängig davon denke man aber trotzdem über personelle Änderungen nach. Definitiv fehlen werden dem SCP weiterhin Massih Wassey, Philippos Selkos und Sven Michel. Klaus Gjasula, der sich im Training zuletzt die Nase brach, wird hingegen mit nach Hamburg reisen.

Paderborn auch gegen St. Pauli im Offensivmodus?

Darf man den Worten von Scherning glauben schenken, werden die Ostwestfalen auch am morgigen Mittwochabend nicht von ihrer zuletzt offensiven Marschroute abweichen. "Wir bleiben unseren Prinzipien treu. Wir wollen weiter mutig nach vorne spielen, auch gegen den Ball, müssen gleichzeitig aber schauen, dass wir die Fehler minimieren und gewisse Dinge besser machen. Das bedeutet aber nicht, dass wir etwas an unserer Spielidee ändern", bekräftigte der 34-Jährige.  In jedem Fall dürfen die Zuschauer am ausverkauften Millerntor morgen Abend auf eine temporeiche Begegnung mit vielen Torraumszenen hoffen: Mit dem FC St. Pauli trifft die derzeit schlechteste Abwehr (13 Gegentore, genau wie Ingoltadt) auf den mit zwölf Gegentoren drittwackeligsten Defensivverbund der Liga vom SC Paderborn. Gleichzeitig verbuchten beide Offensivreihen nach sechs Spieltagen aber auch schon zehn (St. Pauli) respektive 15 eigene Treffer (SCP).