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Paderborner Pokalmärchen: Fünf Millionen Euro in zwei Jahren

Mit dem 3:1-Sieg beim MSV Duisburg hat der SC Paderborn am Dienstagabend zum zweiten Mal in seiner Vereinsgeschichte das Viertelfinale des DFB-Pokals erreicht – und eine Millionen-Summe kassiert. Insgesamt strich der SCP seit 2017 rund fünf Millionen Euro ein – so viel wie kein anderer aktueller Zweitligist. 

Spiel gedreht

Groß war er der Jubel, als Schiedsrichter Sven Jablonski um 22:37 Uhr in seine Pfeife blies und den Pokalerfolg des SC Paderborn bei Liga-Konkurrent Duisburg amtlich machte. Zum zweiten Mal in Folge stehen die Blau-Schwarzen in der Runde der letzten acht Mannschaften.

Selbst der Rückstand unmittelbar nach der Pause durch einen Treffer von Cauly Oliveira Souza (47.) konnte die Elf von Trainer Steffen Baumgart nicht aufhalten: Nur fünf Zeigerumdrehungen später traf Tekpetey zum Ausgleich (52.), ehe der SCP-Express endgültig ins Rollen kam und über Pröger (62.), der im zweiten Pflichtspiel von Beginn an sein zweites Tor erzielte, und den eingewechselten Antwi-Adjej (76.) zwei weitere Treffer nachlegte. Ein verdienter Erfolg, auch wenn Paderborn im ersten Durchgang bei zwei Lattentreffern der Hausherren durchaus mit dem Glück im Bunde war.

Goldgrube DFB-Pokal

Zusätzlich zum sportlichen Prestigeerfolg freut sich der Aufsteiger auch über einen nicht unwesentlichen Geldregen: Allein 1,33 Millionen Euro kassiert der SCP für den Einzug in das Viertelfinale, hinzukommen insgesamt 1,16 Millionen Euro für das Erreichen der ersten drei Runden. In Summe dürfen sich die Ostwestfalen in dieser Saison über Pokal-Einnahmen in Höhe von 2,49 Millionen Euro freuen. Enorm viel Geld für einen Verein, der in der letzten Saison einen Verlust von 4,3 Millionen Euro verbuchte und einen Schuldenberg von 7,6 Millionen Euro vor sich herschiebt.

Schon in der vergangenen Spielzeit strich Paderborn im DFB-Pokal Prämien in Höhe von 2,34 Millionen ein. Insgesamt nahm der SCP in den letzten beiden Jahren also rund fünf Millionen Euro aus dem lukrativen Wettbewerb ein – so viel wie kein anderer aktueller Zweitligist. Hinzukommen jeweils noch 45 Prozent der Zuschauereinnahmen aus bisher sieben Pokalspielen.

Und sollte der SCP Anfang April sogar erstmals in seiner Vereinsgeschichte das Halbfinale erreichen, würde der DFB weitere 2,656 Millionen Euro ausschütten. Damit würden die Einnahmen (inklusive Ticket-Erlöse) auf über acht Millionen Euro ansteigen – und das in nur zwei Jahren. Goldgrube DFB-Pokal.