Patrick Platins von Arminia Bielefeld: Stammtorwart auf Umwegen
Patrick Platins, Keeper von Arminia Bielefeld, blickt bereits mit 30 Jahren auf eine abwechslungsreiche Karriere. Doch besonders die letzten zwei Spielzeiten liefen für den gebürtigen Allgäuer wie geschmiert. In der Drittligasaison 2012/2013 avancierte der Schlussmann mit seiner Mannschaft zu Aufstiegshelden und stiegen mit der Arminia in die 2. Bundesliga auf. Im vergangenen Sommer warben auch anderen Klubs um seine Dienste, doch Platins blieb den Blauen treu und war folgerichtig auch in der Hinrunde die Nummer eins im Tor der Ostwestfalen. liga2-online.de nimmt den Schlussmann der Ostwestfalen genauer unter die Lupe.
Erst verpflichtet als Ersatzmann
Seine erste Profistation durchlief Platins beim VfL Wolfsburg. Über den FC Augsburg und einem halben Jahr Arbeitslosigkeit führte sein Weg zum DSC. Im Januar 2010 unterschrieb er bei den Arminen um die aufgekommenen Torwartprobleme etwas zu mildern. Im nächsten Jahr sammelte Platins nur sporadisch Einsätze. Erst als der Bielefelder Abstieg in die dritte Liga mehr oder weniger feststand, bekam der 1,90-große Keeper seine Chance im Tor. Die letzten Saisonspiele absolvierte er, um Monate später beim kompletten Neuanfang mitzuhelfen. Platins startete zwar als Stammpersonal in die Saison, allerdings wurde am 11. Spieltag von Konkurrent Stefan Ortega Moreno abgelöst. Lange blieb er im zweiten Glied, doch in den letzten sieben Partien wechselte Coach Stefan Krämer einmal mehr den Mann zwischen den Pfosten.
Dann die unangefochtene Nummer eins
In der neuen Saison, welche Platins und die Arminia als Aufsteiger beenden sollten, setzte sich der Ex-Wolfsburger schon in der Vorbereitung gegen seinen Dauerkonkurrenten durch. Und so sollte es auch bleiben. 37 Partien in der Saison 2012/2013 stehen auf seinem Konto. Nur das letzte Spiel in Burghausen durfte Ersatztorwart Ortega Moreno bestreiten. Lange Zeit führte der Arminia-Keeper auch die Weiße-Weste-Wertung für "Zu-Null-Spiele" an, zudem gewann er eine Wahl zum Spieler des Spieltages. Im Frühjahr 2013 erklärte Platins dann im Interview mit den Kollegen von liga3-online.de: "Das Ziel ist natürlich die 2. Bundesliga, am liebsten schon nächste Saison als Torwart bei Arminia Bielefeld." Dabei stand wohl auch ein Wechsel zu Energie Cottbus im Raum. Durch den Aufstieg der Arminia verlängerte sich der Vertrag jedoch automatisch und der Kontakt zum FCE riss ab.
Auch in Liga zwei ein Rückhalt
Ein Muskelriss verwehrte Patrick Platins den Einsatz in den ersten vier Saisonspielen der aktuellen Runde. Vier Spiele lang stand erneut Ortega Moreno im Kasten. Am 5. Spieltag gegen den FC Ingolstadt feierte Platins dann sein Comeback in der 2. Bundesliga. Zwar blickt er auf eine eher durchwachsene Bilanz in der zweithöchsten deutschen Spielklasse, dennoch ist der Allgäuer ein wichtiger Faktor im Kampf gegen den Abstieg. Viele Paraden verhinderten Schlimmeres. Nur ein einziges Mal bei seinen 15 Einsätzen hielt der Schlussmann seinen Kasten komplett sauber, da gilt es nach der Winterpause dran zu arbeiten. Ohne die Unterstützung seiner Mitspieler dürfte das aber für keinen Torwart möglich sein. Fakt ist: Platins ist der Bielefelder Rückhalt und strahlt viel Ruhe auf seine Mitspieler aus.
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