RB Leipzig: Poulsen bändigt die Löwen

Am zweiten Spieltag feierten die Roten Bullen gleich eine doppelte Premiere. Neben dem ersten Tor, konnten die Rasenballsportler auch den ersten Sieg im Unterhaus der Fußball Bundesliga feiern. Den selbsternannten Aufstiegsfavoriten aus München führten die Leipziger am Nasenring durch die heimische Manege. Im Folgenden erklärt liga2-online.de, wie der Auswärtssieg der Sachsen zu Stande kam. "Ich habe vor der Saison bereits gesagt, dass RB ein Topfavorit der Liga ist. Leipzig spielt ein fantastisches Pressing", gab Löwen-Trainer Moniz auf der Pressekonferenz nach der Partie zu Protokoll. Und tatsächlich war es einmal mehr das Leipziger Spiel gegen den Ball, was den Gegner vor scheinbar unlösbare Probleme stellte. Durch das frühe Attackieren des Aufsteigers, konnten die Münchner Löwen zu keiner Zeit ihr auf Ballbesitz ausgerichtetes Spiel aufziehen. Die größte Chance zur Leipziger Führung hatte Frahn per Elfmeter, doch der RBL-Kapitän scheiterte mit seinem laschen Schussversuch kläglich an Kiraly Danach mussten sich die Roten Bullen kurz schütteln, ehe sie das Tempo wieder anzogen. Folgerichtig fiel der erste Zweitligatreffer für die Leipziger kurz vor der Pause: Kaiser bediente Poulsen per Zuckerpass, der Däne schüttelte zwei Gegenspieler ab und vollstreckte vor Kiraly eiskalt zum 1:0. Es sollte der Auftakt der „Yussuf-Poulsen-Spiele“ werden.

Zornigers Joker stechen

Nach dem Seitenwechsel kam es für die Sechziger noch dicker. Keine zwei Minuten waren nach dem Wiederanpfiff gespielt, da knallte Poulsen den Ball an die Latte. Nach einer guten Stunde setzte der überragende Däne die nächste Duftmarke. In einem 50 Meter-Sprint ließ er seinen Gegenspieler wie einen Schuljungen stehen und bediente danach Sturmkollege Morys. Der für Frahn kurz zuvor eingewechselte Angreifer hatte keine Mühe mit seiner ersten Ballberührung auf 2:0 zu erhöhen. „99 Prozent meines Tores gehören Yussuf.“, bedankte sich der Torschütze bei seinem Vorbereiter artig. Den 3:0-Endstand besorgte der ebenfalls eingewechselte Thomalla kurz vor Schluss. "Ich war sehr beeindruckt von meiner Mannschaft“, lobte Alexander Zorniger sein Team nach dem Auswärtssieg, der vielleicht ein Tor zu hoch ausgefallen ist, in höchsten Tönen. Aber nicht nur auf dem Platz gaben die Gäste den Ton an. Auch auf den Rängen hatten die knapp 2000 Auswärtsfahrer, unter denen sich auch Sportdirektor Rangnick ins Publikum mischte, das Geschehen fest im Griff. Entgegen sonstiger Gewohnheiten hob Leipzigs Trainer einen seiner Schützlinge gesondert hervor: „Poulsen hat körperlich alle Ansätze, um ein großer Spieler zu werden. Und er hat auch den Kopf dafür. Er ist ein vorbildlicher Profi mit einer tollen Einstellung.“ Wer den Auftritt des Stürmerjuwels in der Allianz Arena miterlebt hat, kann Zorniger nur zustimmen.

FOTO: GEPA Pictures

 

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