RB Leipzig: Yussuf Poulsen nicht zu stoppen
Vor ein paar Monaten spielten die einen noch in der dritten, die anderen in der ersten Liga. Im ersten Duell zwischen RB Leipzig und Eintracht Braunschweig behielt der Aufsteiger mit 3:1 die Oberhand und setzt sich in der Spitzengruppe der 2. Liga fest. Im Folgenden erklärt liga2-online.de, wie der Heimsieg der Sachsen zu Stande kam. Vom Anpfiff an entwickelte sich ein munteres Spielchen. Beide Mannschaften benötigten keine Anlaufzeit und suchten direkt den Weg nach vorne. Hierbei zeigten sich die Hausherren etwas zielorientierter und hatten durch Frahn die erste Torchance. Auf der Gegenseite nährte sich Ryu dem Leipziger Gehäuse gefährlich an. "Wir sind in der ersten Halbzeit sehr gut ins Spiel gekommen und haben Braunschweig vorne mit unseren drei Stürmern große Probleme bereitet“, sah sich RBL-Trainer Zorniger in seinem 4-3-3-System bestätigt. Nach rund 20 Minuten schlug sich die Leipziger Überlegenheit auch auf der Anzeigetafel nieder: Nach dem für sie typischen schnellen Umschaltspiel, gelang der Ball über Kimmich etwas glücklich zu Poulsen, der die Übersicht behielt und das Spielgerät cool über Gikiewicz zur Leipziger Führung ins Tor lupfte. Nur eine Zeigerumdrehung später, musste der Braunschweiger Torhüter erneut hinter sich greifen. Mit einer Maßflanke bediente Morys Sturmkollege Frahn, der aus kurzer Distanz keine Mühe hatte und zum 2:0 einschob. Da der Vorlagengeber zuvor im Abseits stand, hätte der Treffer allerdings nicht zählen dürfen. Die Niedersachsen waren von dem Doppelschlag sichtlich mitgenommen und benötigten quasi bis zum Halbzeitpfiff, um sich zu sammeln.
„Es ist ganz gut gelaufen“
Mit einem neuen Spielsystem und mächtig Wut im Bauch kam der Bundesligaabsteiger aus der Pause. Da Zorniger den gelb-rot gefährdeten Compper in der Kabine ließ, hatten die Leipziger mit Sebastian nur noch einen gelernten Innenverteidiger auf dem Platz. Der gelernte Mittelfeldspieler Khedira benötigte etwas um sich an seine neue Rolle in der Abwehr zu gewöhnen und das nutzen die Braunschweiger eiskalt aus. So mussten die Sachsen kurz nach Wiederanpfiff und nach insgesamt 408 gegentorlosen Minuten den ersten Gegentreffer in Liga 2 hinnehmen. Dass dieser ausgerechnet von Nielsen, der bei Red Bull Salzburg unter Vertrag steht und nur an Braunschweig ausgeliehen ist, erzielt wurde, entbehrt einer gewissen Ironie. Nach dem Anschlusstreffer war die Partie wieder offen und die Eintracht zurück im Geschehen. „Nach der ersten Halbzeit hatten wir das Spiel besser im Griff“, analysierte auch Gästetrainer Lieberknecht treffend. Die Rasenballsportler agierten nun nervös und taten sich beim geordneten Spielaufbau schwer. Da auch Braunschweig ein flüssiges Passspiel vermissen ließ, bekamen die knapp 25.000 Zuschauer in der Red Bull Arena viel Stückwerk geboten. Mit zunehmender Spieldauer riskierten die Gäste mehr und öffneten den Messestädtern damit Raum für Konter. Ein solcher entschied fünf Minuten vor Ende die Partie. Nach einem Ballgewinn von Hierländer, trieb Kimmich den Ball durchs Mittelfeld und schickte Poulsen in die Gasse. Der Däne tanzte den Braunschweiger Torhüter aus und schob zum 3:1 ins verwaiste Gehäuse. Der Doppeltorschütze beschrieb seine überragende Leistung eher bescheiden: „Es ist heute ganz gut gelaufen für mich.“ Sollte es für Poulsen weiterhin so gut laufen, dürfte auch der finanziell potente Aufsteiger im Aufwind bleiben.
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