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Remis in Heidenheim und Nürnberg

Zwei interessante Duelle standen am Samstag des 12. Spieltags auf dem Programm. Im Duell der Aufsteiger trennten sich der 1.FC Heidenheim und der SV Darmstadt 98 mit 1:1. Die Tore erzielten Dominik Stroh-Engel (9.) und Smail Morabit (37.). In der zweiten Partie spiteln der 1.FC Nürnberg und der FC St.Pauli 2:2. Marc Rzatkowski (1.) und Sebastian Maier (59.) brachten die Hamburger zweimal in Führung, doch Jakub Sylvestr (18./87.) besorgte jeweils den Ausgleich für die Franken.

Stroh-Engel mit Köpfchen – Morabit nutzt Patzer

Mit der gewohnten Heimstärke im Rücken startete der 1.FC Heidenheim offensiv in das Spiel gegen den Mitaufsteiger aus Darmstadt. Während die Sturmläufe der Heimelf zu Beginn jedoch verpufften, schlugen die Gäste aus Hessen eiskalt zu. Marco Sailer kam auf der rechten Seite frei zum Flanken und in der Mitte stand Stroh-Engel genau richtig und köpfte die Kugel in die Maschen (9.). Nun wurde es für die Gastgeber schwieriger durch die dicht gestaffelte Elf der Lilien zu stoßen. Die erste Großchance vergab dann Florian Niederlechner freistehend vor dem stark parierenden Keeper Christian Mathenia. Kurz darauf köpfte Marcel Titsch-Rivero knapp vorbei (29.). Die Hausherren waren nun deutlich spielbestimmend und belohnten sich mit dem verdienten Ausgleich: Philip Heise flankte von links, in der Mitte verpasste Fabian Holland die Kugel, Morabit war zur Stelle und schob zum 1:1 ein (37.). Nun wurde das Spiel wieder offener. Eine weitere Darmstädter Chance vergab Marcel Heller aus der Distanz (41.), bevor das Spiel in die Pause ging. Nach dem Wiederanpfiff hatten Romain Bregerie per Kopf (49.) und Heller nach tollem Dribbling (53.) Chancen für die Lilien. Auf der Gegenseite scheiterte Marc Schnatterer per Freistoss an Mathenia (51.). Das weiterhin offene Spiel blieb in der Folge umkämpft, wobei sich keiner wirkliche Vorteile erarbeiten konnte. So verging eine Weile bis Niederlechner wieder für Gefahr sorgte, als er nach einem Missverständnis in der Lilien-Abwehr knapp am Tor vorbeizielte (69.). Kurz darauf vergaben die eigenwechselten Robert Leipertz (78.) und Patrick Mayer (83.) die möglich Führung für den FCH. Aber auch die Darmstädter spielten weiter mit und wurden Stroh-Engel und Sailer gefährlich, deren Schüsse jedoch beide im Strafraum geblockt werden konnte (79.). Die letzten Minuten brachten dann aber keine nennenswerten Szenen mehr und die Teams trennten sich somit 1:1 und Heidenheim bleibt weiterhin im eigenen Stadion ungeschlagen.

Raketenstart durch Rzatkowski – Fehlentscheidungen gegen Nürnberg

So ernüchternd die letzten Woche für den FC St.Pauli auch waren, die Spieler aus Hamburg ließen sich nichts davon anmerken. Im Gegenteil – sie legten los wie die Feuerwehr und gingen bereits nach wenigen Sekunden in Führung. Sebastian Maier flankte aus dem Halbfeld und fand den im Strafraum völlig frei stehenden Rzatkowski, der locker einköpfte (1.). Und fast hätten die Gäste durch Maier direkt nachgelegt, aber FCN-Torwart Patrick Rakovsky parierte stark (3.). Nürnberg kam nur schwer in die Partie und hatte noch zweimal Glück, als Pauli Chancen durch Bernd Nehrig (15.) und Sören Gonther (16.) liegen ließ. Entsprechend überraschend war dann der Ausgleich: Ein katastrophaler Rückpass von Dennis Daube landete genau bei Sylvestr, der dieses Geschenk zu nutzen wusste und zum 1:1 traf (18.). Und plötzlich waren die Gastgeber im Spiel und erzielten die Führung – allerdings entschied das Schiedsrichtergespann bei Sylvestrs zweitem Treffer zu unrecht auf Abseits. Glück für die Hamburger. Es entstand nun eine ausgeglichene Partie. Vor der Pause hatten Sylvestr (42.) und Niclas Füllkrag (43.) noch Chancen für die Hausherren, vergaben jedoch und so ging es mit einem 1:1 in die Kabinen. Mit Schwung ging es nach dem Seitenwechsel weiter. Nachdem Robert Koch (47.) auf der einen und Maier (49.) auf der anderen Seite Gelegenheiten ausließen, gab es Aufregung im Strafraum der Hamburger: Gonther brachte Alessandro Schöpf zu Fall, doch Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus ließ Vorteil laufen – wieder eine klare Fehlentscheidung. Im Gegenzug vergab Ante Budimir nur knapp die Führung der Hamburger (53.). Maier machte es kurz darauf besser: Nach einem tollen Solo vollendete der heute auffälligste Spieler der Gäste zum 2:1 (59.). Der FCN drückte nun auf den Ausgleich, fand jedoch keine Mittel gegen die Defensive der Paulianer. Gefährlich wurden nur die Hamburger, doch Daube scheiterte am Außenpfosten (75.). Nürnberg versuchte es jedoch weiter und kam zum Erfolg: Füllkrug bediente im Strafraum per Doppelpass den freistenden Sylvestr, der nur noch zum durchaus verdienten 2:2 einschieben musste (87.). Eine in der Schlussphase hitzige Partie endete somit Unentschieden, was für die Gäste aufgrund der Fehlentscheidung der Schiedsrichterin durchaus glücklich war. Beiden Teams hilft der Punkt jedoch nicht sonderlich weiter.