Rensings ewiger Kampf um die Nummer eins im Fortuna-Tor

Und täglich grüßt …? Der neue Torwartkonkurrent! So oder so ähnlich fühlt sich in diesen Tagen sicherlich Michael Rensing, der im Tor von Fortuna Düsseldorf sich stets mit einem neuen Rivalen duellieren muss. Schon im letzten Jahr gab es für den gebürtigen Emsländer mit Fabian Giefer einen Konkurrenten, der letztlich das Rennen für sich entschied. Dieser ist mittlerweile in die Bundesliga zum FC Schalke 04 gewechselt. Von dort kommt Rensings neuer Konkurrent Lars Unnerstall, der sich nun den Zweikampf ums Düsseldorfer-Tor liefern wird.

Unnerstall kommt mit Selbstvertrauen aus Aarau

In der folgenden Sommervorbereitung wird sich der mittlerweile 30-jährige Rensing, der die letzten Saisonspiele unter Interimstrainer Oliver Reck absolvieren konnte, mit dem 23-jährigen Unnerstall einen Zweikampf liefern müssen. Das Tor der aufstiegsambitionierten Fortuna aus Düsseldorf ist heiß begehrt. 300 000 Euro war dieser Transfer den Rheinländern wert. Zuletzt hat der Blondschopf beim Schweizer Erstligisten FC Aarau in der Rückrunde vorzügliche Leistungen gezeigt. Fußballerisch hat der gebürtige Münsterländer noch einige Schwächen und unterscheidet sich von seinen Alterskollegen auf der Torlinie. Mit starken Reflexen und einer guten Strafraumbeherrschung kann der Mann überzeugen, der bei den „Königsblauen“ aus dem Gelsenkirchener-Stadtteil keine Einsatzchancen mehr besessen hat.

Rensing zeigte in Köln sein ganzes Können

Rensing hat seit der Bekanntgabe des Wechsels von Giefer zum FC Schalke 04 von seinem Coach Reck die notwendige Spielpraxis in den letzten Spielen der abgelaufenen Zweitligaspielzeit erhalten. Ein wichtiger Vertrauensbeweis für den Keeper, der schon bei Bayern München jahrelang Reservist hinter Oliver Kahn gewesen ist und sich beim deutschen Rekordmeister nicht so richtig durchsetzen konnte. Zum 1. FC Köln wechselte er im Januar 2011 und konnte mit konstant starken Leistungen bundesweit auf sich aufmerksam machen. Am fünften Bundesliga-Abstieg der „Geißböcke“ im Jahr 2012 traf ihn die geringste Schuld. Mit tollen Reflexen kann er zahlreiche Gegentreffer verhindern und ist dabei oft noch der beste Mann. Bundesweit loben ihn die Zeitungen für seine herausragenden Vorstellungen. Trotzdem musste er gehen und dem Eigengewächs Timo Horn Platz machen, der diese Chance hervorragend nutzen konnte. Danach ging er als Ersatzmann zum rheinischen Rivalen Bayer Leverkusen, bevor er zu Fortuna Düsseldorf kam. Fast schon legendär sicherlich seine Flucht aus dem Stadion vor dem ersten Saisonspiel der vergangenen Spielzeit. Danach war das Verhältnis zu Trainer Büskens etwas angespannt und änderte sich erst vollends unter dem ehemaligen Keeper Reck, der großes Vertrauen am Saisonende in den Routinier steckte.

Ex-Torwart Oliver Reck muss sich entscheiden

Beim direkten Vergleich fällt auf, dass Unnerstall die besseren Werte aufweist. So kassiert er nur alle 73 Spielminuten einen Gegentreffer, während Rensing alle 55 Minuten hinter sich greifen muss. Dazu kann Unnerstall 30 Prozent aller gegnerischen Großchancen vereiteln, während Rensing dies nur in 20 Prozent der Fälle schaffen kann. Auch bei Distanzschüssen zeigt sich Unnerstall als der stabilere Keeper. Letztlich muss der ehemalige Nationalmannschafts-Keeper Oliver Reck entscheiden, wer der Fortuna die größere Stabilität verleihen wird. In der kommenden Sommervorbereitung können die beiden Keeper Eigenwerbung für sich betreiben.

 

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