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Rückkehr nach einem Jahr: Dynamo Dresden steigt in die 2. Liga auf

IMAGO / Eibner

Dynamo Dresden ist nur ein Jahr nach dem Abstieg zurück in der 2. Bundesliga: Nach dem 4:0-Sieg gegen Türkgücü München können die Sachsen am letzten Spieltag nicht mehr von den ersten beiden Rängen verdrängt werden.

Nach 322 Tagen zurück

Als Dynamo am 8. März 2020 vor ausverkauftem Stadion einen 2:1-Erfolg im Derby gegen Erzgebirge Aue feierte, lagen die Sachsen als Tabellenletzter nur noch einen Punkt hinter dem Abstiegs-Relegationsplatz der 2. Bundesliga und hatten nach einer schwachen Hinrunde neue Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt geschöpft. Doch dann kam Corona und eine fast zweimonatige Spielunterbrechung. Als es Mitte Mai dann weitergehen sollte, wurden mehrere Spieler der Sachsen positiv auf das Virus getestet, sodass die komplette Mannschaft für zwei Wochen in Quarantäne musste. Die Folge war ein Mammutprogramm mit neun Spielen innerhalb von 28 Tagen. Am Ende ging Dynamo die Kraft aus, sodass es nach vier Zweitliga-Jahren zurück in die 3. Liga ging. 322 Tage später sind die Sachsen nun zurück.

Nachdem der Start in die Spielzeit, die einem großen Umbruch mit 25- Zu und 24 Abgängen vorausgegangen war, zunächst etwas holprig lief, nahm Dresden ab dem 10. Spieltag Fahrt auf, gewann bis Weihnachten sieben von acht Spielen und sicherte sich die Herbst- und Wintermeisterschaft. Auch im neuen Jahr steuerte die SGD mit 23 Punkten aus den ersten elf Partien geradewegs auf den direkten Wiederaufstieg zu, ehe eine Schwächephase mit vier tor- und sieglosen Spielen einsetzte. Die Folge: Trainer Markus Kauczinski musste gehen, Alexander Schmidt übernahm. Unter dem 52-Jährigen fand Dresden auf Anhieb in die Spur zurück, holte vier Siege aus fünf Partien und darf jetzt vorzeitig feiern.

Rekordaufsteiger

Die beeindruckenden Zahlen des künftigen Zweitligisten: Dynamo gewann die meisten Partien aller Klubs (22), stellt die beste Abwehr (nur 29 Gegentore), ist das beste Heimteam und spielte 18 Mal zu Null – ebenfalls ein Liga-Bestwert. Was außerdem bemerkenswert ist: Erstmals seit 2017 (MSV Duisburg) hat wieder ein Team den direkten Wiederaufstieg geschafft. Für Dynamo ist es nach 2011 und 2016 zudem bereits der dritte Aufstieg in die 2. Bundesliga – damit sind die Sachsen Rekordaufsteiger.

Nun wollen sich die Sachsen dauerhaft in der 2. Bundesliga etablieren und langfristig Richtung Oberhaus schauen. Der Kader für die kommende Saison soll weitgehend zusammengehalten werden, ein Umbruch ist nicht geplant. Ob Schmidt weiterhin an der Seitenlinie stehen wird, ist noch offen – sein Vertrag läuft aus. Mit 13 Punkten aus fünf Liga-Spielen hat der gebürtige Augsburger aber überzeugende Argumente für eine Weiterbeschäftigung gesammelt.