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SC Paderborn kann auf hervorragende Hinrunde zurückblicken

Zum Abschluss gab es nochmal einen Sieg, 3:0 gegen Dynamo Dresden hieß es am Ende aus Sicht des SC Paderborn, der auf eine hervorragende Hinrunde zurückblicken kann. Ein Kommentar.

SCP hinterlässt Eindruck

25 Punkte, 36 Tore, Tabellenplatz 7 und im eigenen Stadion noch ungeschlagen: Als Aufsteiger befindet sich der SC Paderborn zur Hälfte der Saison voll im Soll. Beruhigende 13 Punkte liegen die Ostwestfalen vor dem 16. Tabellenplatz und hatten bisher zu keinem Zeitpunkt etwas mit dem Abstiegskampf zu tun.

Die wichtigste Erkenntnis: Die überaus offensive Spielweise, die dem SCP in der vergangenen Saison mit 91 Treffern einen Eintrag in den Geschichtsbüchern der 3. Liga sicherte, funktioniert auch in der 2. Bundesliga. Mit 36 Toren stellt Paderborn nach dem 1. FC Köln den besten Angriff der Liga – eine überaus bemerkenswerte Tatsache. Vor allem beim furiosen 5:3 in Köln sorgte Paderborn für mächtig Eindruck.

Nur ein Makel

Ohnehin steht die Elf von Trainer Steffen Baumgart für Spektakel: In den 17 Spielen mit Paderborner Beteiligung fielen insgesamt 64 Tore – nur der 1. FC Köln schneidet in dieser Bilanz noch besser ab. Gleich zweimal erzielte der SCP in der Hinrunde fünf Tore in einem Spiel, zwei weitere Male stand vorne eine vier – hinten allerdings auch.

Und genau das ist auch der bisher einzige Makel: Schon 28 Mal musste Torhüter Leopold Zingerle hinter sich greifen. Lediglich drei Teams kassierten noch mehr Gegentreffer. Klar ist: Ohne die überdurchschnittlich hohe Anzahl an Gegentoren wäre durchaus noch mehr möglich gewesen. Elfmal lagen die Blau-Schwarzen in der Hinrunde in Führung, brachten aber nur derer sechs ins Ziel – vor allem die verspielten Zwei-Tore-Führungen gegen Magdeburg und Kiel (jeweils 4:4) schmerzen. Auch gegen Bochum (2:2) und Sandhausen (3:3) lag der SCP zwischenzeitlich vorne, nahm aber nur einen Zähler mit.

Frühzeitiger Klassenerhalt winkt

Doch auch wenn der Aufsteiger auf diese Weise gleich mehrere Zähler liegenließ: Der positive Eindruck überwiegt absolut. Nach schweren Jahren und dem nur knapp umgangenen direkten Durchmarsch von der Bundesliga in die Regionalliga ist der SCP wieder da und begeistert nicht nur die eigenen Fans. Trainer Steffen Baumgart und Manager Markus Krösche kann daher nur ein hervorragendes Zeugnis ausgestellt werden. Der Weg, den Paderborn seit Sommer 2017 eingeschlagen hat, stimmt absolut – die bisherige Saison spricht eindeutig dafür.

Sorgen um den Klassenerhalt muss sich rund die Benteler-Arena niemand machen. Kann der SCP auch in der Rückrunde an die bisher starken Leistungen anknüpfen, wird er den anvisierten Liga-Verbleib bereits frühzeitig erreichen und damit Planungssicherheit haben. Ein Wort, das nach zwei Auf- und zwei (fast drei) Abstiegen seit 2014 aus dem Sprachgebrauch des SC Paderborn verschwunden schien.