Schalkes Finanz-Chefin verspricht: "Punktabzug werden wir verhindern"

Mit einer finanziellen Schieflage startet der FC Schalke 04 die Mission "Direkter Wiederaufstieg". Bisher haben die Königsblauen die Lizenz für die bald startende Zweitliga-Saison von der Deutschen Fußball-Liga nur unter Auflagen erhalten. Ein Punktabzug sei aber nicht zu befürchten.

Auflagen müssen bis 15. September erfüllt sein

Das verspricht zumindest Finanz-Vorständin Christina Rühl-Hamers in einem Interview mit der "Sport Bild". Es besteht im Moment ein "laufender Kontakt mit der DFL", bei dem "alles gemeldet wird, was für uns finanzielle Auswirkungen hat", so die 44-Jährige. "Ich kann Stand heute sagen: Wir werden es schaffen, die Auflagen bis zum 15. September zu erfüllen. Einen Punktabzug werden wir verhindern."

Dabei hat geholfen, dass zuletzt der eSport-Startplatz für die League of Legends European Championship (LEC) für 26,5 Millionen Euro verkauft wurde. Zudem brachte eine erneute Ausgabe von Anleihen 8,9 Millionen Euro ein. Gelder, die dem Klub dabei helfen, die Schulden inHöhe von rund 200 Millionen Euro abzubauen.

Dauerkarten-Verkauf läuft sehr gut

Bei der Generierung frischen Geldes spielt auch der gute Dauerkarten-Verkauf eine große Rolle. Nur zwei Prozent der Karten-Inhaber aus der Abstiegs-Saison hätten gekündigt. Gleichzeitig gäbe es "so viele neue Anfragen wie seit Jahren nicht mehr", was "natürlich eine gute Grundlage" bilde. Für die Spielzeit 2019/20 hatte S04 fast 44.000 Saison-Tickets verkauft. Nun könnten es noch mehr werden.

Ein anderer wichtiger Punkt für die finanzielle Erholung ist die Reduzierung von laufenden Kosten im Profikader. Mit Mark Uth, Suat Serdar und Sebastian Rudy konnten schon mehrere Profis verkauft, beziehungsweise ihre Verträge aufgelöst werden, die überdurchschnittlich gut verdient hatten. "Wir arbeiten aktuell daran, die Ausgaben den Einnahmen anzupassen. Das ist ein fortlaufender Prozess und geht nicht von heute auf morgen", meint Rühl-Hamers.

"Weg zu einer neuen Normalität"

Das Ziel sei es, einen "Weg zu einer neuen Normalität" beim Ruhrpott-Klub einzuschlagen. "Wir wollen Schalke 04 seriös führen, und es muss uns gelingen, dass wir Entscheidungen nicht immer nur aus finanziellen Aspekten treffen müssen, sondern Handlungsspielraum schaffen. Wir wollen wieder gestalten können, nicht nur reagieren", erklärt Rühl-Hamers.

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