Scholz' klare Forderung: "Müssen in Dresden besseren Fußball spielen"

Heiko Scholz konnte den Negativtrend der SG Dynamo Dresden im ersten Anlauf nicht stoppen. Nach dem 1:1-Unentschieden gegen den SV Sandhausen verweilt das Team des Interimtrainers weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz und Scholz hat eine ganz klare Forderung: In Dresden muss besserer Fußball gespielt werden.

Frühe Führung bringt keine Lockerheit

Hätte Dynamo Dresden das erste Heimspiel unter Heiko Scholz gewonnen, dann wäre es für den Interimstrainer der "schönste Tag" in seiner Karriere geworden. Doch dazu kam es trotz früher Führung nicht, am Ende musste sich die SGD mit einem Punkt zufrieden geben. Es war nicht das, was sich der Coach gewünscht hatte. "Ich bin natürlich enttäuscht vom Ergebnis. Wir wussten, dass wir hier drei Punkte holen müssen, um Anschluss zu halten. Das ist uns leider nicht gelungen", äußerte sich 53-Jährige kritisch gegenüber der eigenen Leistung.

Mit einer leichten Systemumstellung, in der seine Spieler einfachere Wege haben sollten, ging es für die SGD eigentlich gut los. "Es war eine schwierige Woche für alle Beteiligten und nach der schnellen Führung hatte ich gehofft, dass die Spieler ihre Leichtigkeit zurückbekommen", blickte Scholz auf das Spiel zurück, in dem die Dresdener schon nach fünf Minuten einen Treffer erzielen konnten. Am Ende fehlte das gewisse Spielglück, aber den Punkt konnte die Mannschaft wenigstens einstecken: "Wir haben zwar gut verteidigt, aber die Konter hätte ich mir eher erwartet. Nur Verteidigen in Dresden reicht nicht."

"Spielerische Klasse haben wir"

Damit bringt der 53-Jährige das Kernproblem bereits auf den Punkt: Die Mannschaft spielt zu verkrampft. "Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, es war alles in Ordnung. Wir müssen daran arbeiten, dass zum Fußball auch eine gewisse Lockerheit gehört, damit man nach vorne besser spielen kann", sah Scholz die nötigen Stellschrauben, an denen es jetzt zu drehen gilt. Denn für den Coach ist Fakt: "Wir müssen in Dresden besseren Fußball spielen."

Dass das gegen den körperlich sehr präsenten SV Sandhausen nicht im Detail funktionierte, kann Scholz auch an der Qualität des Gegners festmachen. Hinzu kommt die erste Berührung mit dem Videobeweis, direkt bei seinem Debüt: "Aus der ganzen normalen Situation aus dem Spiel heraus habe ich gesagt, das ist nichts. Aber wenn das dann überprüft wird, kannst du natürlich auch nichts sagen." Auch er habe sich zuvor schon als Zuschauer darüber aufregen können, nun betraf es ihn direkt. Trotzdem wollte er das Remis nicht daran festmachen. Einzig das Glück sehnte sich Scholz nachher herbei: "Wenn wir ein Spiel gewinnen, durch Glück oder wie auch immer, dann wird es wieder in die andere Richtung gehen. Die spielerische Klasse haben wir eigentlich."

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