SCP nährt Aufstiegs-"Resthoffnung" und stellt Vereinsrekord auf

Die Resthoffnung, doch noch den 3. Platz erobern zu können, lebt beim SC Paderborn weiter. Durch das klare 5:1 gegen Eintracht Braunschweig konnten die Ostwestfalen vorerst auf sechs Punkte an den Aufstiegs-Relegationsplatz heranrücken. Der Erfolg gegen die Niedersachsen war zudem der elfte Heimsieg der Saison -  es ist ein Vereinsrekord.

"Es ist eine Symbiose entstanden"

Mit 33 Punkten aus 15 Partien ist der SC Paderborn momentan die drittbeste Heimmannschaft der Liga, hat sich nur dem SV Darmstadt 98 und 1. FC Heidenheim zu beugen, die in dieser Statistik noch vor den Ostwestfalen liegen. Schon elf Mal ging das Team von Trainer Lukas Kwasniok als Sieger vom Platz - spielte übrigens zu Hause noch gar nicht unentschieden - und stellte somit einen neuen Vereinsrekord auf.

"Ich gebe die Glückwünsche an die Mannschaft weiter. Es ist eine Symbiose entstanden zwischen Fans und Mannschaft", sagte Kwasniok. Es sei "eine Würdigung der Mannschaft", dass 13.266 Zuschauer vor Ort waren, wenngleich viele Fans aus Braunschweig mitgereist waren. "Es macht den Menschen Spaß, ins Stadion zu gehen. Wir wollen noch zwei Mal unter Beweis stellen, dass es zurecht der Fall ist", so der SCP-Coach mit Blick auf die Heimspiele gegen Heidenheim und Nürnberg. 

Zu wenig Spielkontrolle trotz Führung

Vielleicht ist das Stadion dann ausverkauft, weil die Paderborner noch um den Aufstieg spielen? Am Freitag wurde zumindest die Grundlage gelegt, den Saisonendspurt spannend gestalten zu können. "Unterm Strich war es für mich eine sehr gute Leistung mit dem Ball. Das 2:0 unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff war ein ausschlaggebender Punkt", meinte der 41-Jährige. Doch einen Schönheitsfehler sah der Deutsch-Pole dann doch: "Fakt war, dass wir einen guten Ball gespielt haben, aber zu wenig Spielkontrolle hatten - auch nach dem 3:0. Braunschweig hätte auch schon das 2:1 machen können, da hatten wir Glück."

Ihm passte auch nicht, dass die Gäste durch Anthony Ujah nur eine Minute nach dem 3:0 für die Hausherren durch Sirlord Conteh (52.) das 1:3 erzielten konnten. Denn zuvor schien das Spiel nach den Treffern von Julian Justvan (28.) und Raphael Obermair (45.+1) schon auf einem sehr guten Weg zu sein. "Da müssen wir reifer werden, brauchen noch mehr Spielkontrolle, weil das unser Ansatz ist." Auch in der Arbeit gegen den Ball müsse sein Team "vol zupacken", was nicht immer der Fall sei.

Nun gegen den HSV

Zugepackt hatte sein Team in der Offensive noch einmal in den Schlussminuten. Zwar vergab Marvin Pieringer bei seinem Comeback nach Verletzung einen Elfmeter (90.+3). Doch Dennis Srbeny erhöhte durch einen Doppelpack (90./90.+4) auf das klare Ergebnis. Glückwünsche richtete der Trainer an sein Team aus, da es nun 50 Punkte geholt hat. Würden die Fehler noch abgestellt werden, ist Kwasniok der Meinung,  in der Zukunft "noch mehr Punkte einheimsen zu können".

Auch wenn nicht alles perfekt lief, habe der Trainer noch eine "minimale Resthoffnung", in der kommenden Spielzeit nicht mit Braunschweig die Klingen zu kreuzen. Und das nicht, weil er von einem Abstieg des BTSV ausgeht. Doch ehe eine Entscheidung im Aufstiegsrennen fällt, reise er mit seiner Mannschaft voller Vorfreude zum Auswärtsspiel beim Hamburger SV am kommenden Freitag. Mit einem Sieg beim Tabellendritten würde der SCP die Resthoffnung wesentlich vergrößern. 

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