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"Sehr enttäuschend": Selbstkritik bei Erzgebirge Aue

IMAGO / Eibner

Nachdem Erzgebirge Aue am Samstag gegen Darmstadt klar mit 1:4 unterlag, suchten die Veilchen die Fehler hauptsächlich in den eigenen Reihen. Vor allem Stürmer Pascal Testroet fand Fehler in seinem eigenen Auftritt

"Hatten uns ziemlich viel vorgenommen"

Eigentlich gingen die Lila-Weißen, die auswärts in neon-orange antraten, als kleiner Favorit in das Duell gegen den SV Darmstadt, befanden sich das Team von Dirk Schuster doch fünf Punkte vor dem Ex-Clubs des Trainers. "Wir hatten uns ziemlich viel vorgenommen", gestand der 53-Jährige, der sieben Jahre Trainer in Darmstadt war und dort gar einen Aufstieg in die Bundesliga miterlebte, ehe er 2019 in Aue anheuerte, auf der anschließenden Pressekonferenz. Die Vorhaben waren allerdings schnell passé, nachdem der heimische SVD bereits nach knapp einer halben Stunde mit 2:0 in Führung gehen konnte (4. / 29.). Damit habe sich das Auer Team "selber auf die Verliererstraße gebracht", so der Übungsleiter.

Entsprechend habe sich sein Team auch "selber geschlagen". Konkret meinte er damit beispielsweise die Entstehung des frühen Damstädter Führungstreffer, den "wir ihnen auf dem Silbertablett servieren". So war dem Treffer ein Ballverlust von Strauß vorausgegangen, sodass der SVD das Spiel schnell machen und anschließend treffen konnte. Auch dass das 0:2 nach einer Standardsituation, "wo wir nacht am Mann sind", fallen konnte, missfiel Schuster. In der Halbzeit habe sich das Team zwar noch einmal "gesammelt", doch auch nach der Pause ging es dort weiter, wo es aufgehört hatte. Auch der zwischenzeitliche Anschluss zum 1:3 nach einem verwandelten Elfmeter von Nazarov (79.) brachte keine Wende, sodass am Ende sogar noch das 1:4 fallen konnte (90.) – der Endstand.

"Nicht ganz an die Form herangekommen"

Ein weiterer Faktor dafür war gewiss dabei die Gelb-Rote Karte für Defensivmann Samson (59.), die der Schiesdrichter "regeltechnisch schon so geben" könne, so Schuster, "aber kein Fingerspitzengefühl" bewiesen habe. "Mit einem Mann weniger ist es dann schwierig", fasste der Trainer die Bemühungen seiner Mann final zusammen. Auch die ausgelassenen Chancen von Stürmer Testroet, der sich diese Saison eigentlich in guter Form befindet, hätten hierzu beigetragen. "Tut mir wirklich leid für die Jungs. Normalerweise mache ich die Dinger auch rein", entschuldigte sich Testroet nach dem Spiel.

Entsprechend fand der Stürmer den Auftritt der Mannschaft auch selbst "sehr, sehr enttäuschend". Für Trainer Schuster blieb nur noch festzuhalten, dass "auf einigen Positionen nicht ganz an die Form herangekommen" sei, die er sich gewünscht habe, wodurch sich das 1:4 erklärt. Trotz der Niederlage bleiben die Veilchen zwei Punkte vor den Lilien liegend auf dem 9. Rang. Eine Chance auf Wiedergutmachungen erhalten die Spieler uns insbesondere der niedergeschlagene Testroet am kommenden Samstag gegen den SV Sandhausen.