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SGD teilweise in Kurzarbeit: "Diese Konsequenz ist notwendig"

© imago images / Steffen Kuttner

Als erster Klub der 2. Bundesliga entschied sich die SG Dynamo Dresden nun dazu, infolge der Coronakrise die Kurzarbeit im Verein einzuführen. Ausgenommen von dieser Regelung sind die Spieler und die Mitarbeiter, die an der Fertigstellung des Trainingszentrums beteiligt sind.

Fortführung des Betriebs absichern

Kurzarbeit ist der letzte Schritt vor der Entlassung – dieser Gedanke ist für die meisten deutschen Arbeitnehmer naheliegend, muss aber nicht in allen Fällen dramatische Folgen nach sich ziehen. Auch im Profi-Fußball wird deshalb vor der Kurzarbeit nicht länger gescheut, sodass die SG Dynamo Dresden nun eben jene beantragte. Auch, wenn das erst einmal finanzielle Folgen haben wird. "Der Schritt zur Kurzarbeit ist uns nicht leichtgefallen, weil wir wissen, wie viel in allen Bereichen des Vereins von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geleistet wird", erklärte Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer, Michael Born.

Mit der Maßnahme soll für finanzielle Entlastung auf Vereinsseite gesorgt werden. "Diese Konsequenz ist in dieser herausfordernden und schwierigen Zeit notwendig, um den Betrieb der SG Dynamo Dresden insgesamt mit kaufmännischer Vorsicht weiterzuführen", betont Born deshalb die Wichtigkeit des Gesamtbildes. Langfristige Lösungen müssen her: "Wobei wir uns als Geschäftsführung zusammen mit den dafür zuständigen Fachbereichen natürlich intensiv um die finanzielle Abmilderung der Folgen für jeden Einzelnen einsetzen werden."

Dresden mit Rücklagen

Von der Kurzarbeit in Dresden sind "große Teile von Geschäftsstelle und Nachwuchs Akademie" betroffen, die Spieler sind von der Maßnahme unberührt. Auch diejenigen, die sich "unter derzeit schwieriger werdenden Rahmenbedingungen um die Fertigstellung des Trainingszentrums kümmern" fallen nicht unter die aktuellen Maßnahmen des Vereins.

"Wir analysieren, mit welchen strategischen sowie kreativen Maßnahmen wir die finanzielle Herausforderung als demokratischer Traditionsverein in den kommenden Wochen und Monaten stemmen können", hatte Born noch vor zwei Tagen angekündigt, dass die SGD auch bei einem vorzeitigen Saisonaus wirtschaftlich abgesichert sei – dank der Rücklagen des Klubs. Weitere Vorsichtsmaßnahmen angesichts der ungewissen Zukunft zu treffen, ist aber wohl nicht der falsche Weg.