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"Sie sind nicht unberechenbar": 96 rechnet mit Chancen im Pokal

© IMAGO / Nordphoto

Im Trikot von Werder Bremen stemmte Christoph Dabrowski den Pokal in den Berliner Nachthimmel. Nun tritt der Pokalsieger von 1999 erstmals als Cheftrainer in diesem Wettbewerb an – und erhält eine sportliche Abwechslung zum Abstiegskampf mit Hannover 96. Dabei lief es bei den Niedersachsen zuletzt richtig gut. Ein Vorteil für den Pokal?

Dabrowski mit dem Weg zufrieden

"Neun Punkte aus vier Spielen, das ist ein sehr guter Start, ich bin da auch sehr zufrieden mit", blickte Dabrowski auf seine bisherige Zeit an der Seitenlinie bei Hannover 96 zurück. Ausgerechnet gegen Bremen kassierte der Ex-Bremer bisher seine einzige Niederlage, trotzdem hauchte der 43-Jährige seinem Team neues Leben ein. "Ziel ist es nach wie vor, uns von den drei unteren Plätzen zu entfernen und abzusetzen. Ich denke, da sind wir auf einem guten Weg", so Dabrowski zuversichtlich.

Dieser Weg führt nun an Borussia M’Gladbach vorbei, die im Achtelfinale des DFB-Pokals zu Gast in Hannover sein werden (Mittwoch, 18:30 Uhr). Die gute Form der Niedersachsen soll auch im Pokal-Wettbewerb hilfreich sein. "Wir sind so aufgestellt, dass wir Möglichkeiten sehen, die Gladbacher vor Überraschungen zu stellen. Darauf freuen wir uns einfach", kündigte der Cheftrainer an. Wohlwissend, dass bei der Borussia zuletzt nicht alles glatt lief. Dabrowski mutig: "Wir haben uns natürlich schon Gladbach angeguckt, was da die letzten Spiele passiert ist. Wir haben klare Muster erkannt, daher sind sie nicht unberechenbar."

"Vielleicht die Sensation schaffen"

Mit dem 1:0-Sieg im Kellerduell mit Hansa Rostock erarbeiteten sich die Hannoveraner zum Jahresauftakt einen gewissen Rückenwind. Dennoch bleiben die Roten klarer Außenseiter. "Wir müssen gucken, dass wir mutig sind, dass wir, wenn Gladbach uns eine Chance gibt, diese auch nutzen und dann vielleicht die Sensation schaffen", schwor Dabrowski seine Mannschaft ein. Zu verlieren habe Hannover schließlich nichts. "Wenn wir unangenehm sind, wenn wir aktiv sind, können wir dem Gegner auch gefährlich werden."

Viele Zuschauer dürfen beim Pokal-Hit der Niedersachsen nicht dabei sein. "Es geht darum, sich selbst zu pushen", kündigte der Übungsleiter dahingehend an. "Das ist uns in Ingolstadt gelungen, in Rostock auch. Sowohl die Spieler auf dem Platz, als auch die Jungs von der Bank, beim Warm-up haben den Spielern, die dann vielleicht müde waren, den letzten Kick noch gegeben." Der Teamgeist als Trumpfkarte? Eine Option, die dem Coach durchaus gefällt. Auch, wenn es bis zum Elfmeterschießen gehen sollte. "Grundsätzlich handhabe ich das so, dass der Schütze, der sich am sichersten fühlt, den Ball auch reinschießen soll", erklärte Dabrowski, dass er das nicht extra trainiert habe. Große Veränderungen im Kader soll es zudem auch nicht geben.