"Sind extrem enttäuscht": BTSV hadert mit der Chancenverwertung

Die Eintracht aus Braunschweig musste zur Rückkehr in die 2. Liga eine 0:2-Pleite gegen den Hamburger SV einstecken. Lange hielten die "Löwen" dabei mit dem Aufstiegsaspiranten mit – und waren zwischenzeitlich sogar überlegen. Entsprechend enttäuscht, nichts mitgenommen zu haben, zeigten sich die Akteure nach dem Schlusspfiff.

"Eine top Mannschaftsleistung"

24:16 Torschüsse, gleich drei Top-Gelegenheiten in den ersten 20 Minuten auch sonst eine mehr als reife Spielanlage zeigte der Aufsteiger gegen den hoch favorisierten Hamburger Sportverein. Dennoch standen am Ende die von vielen erwarteten null Punkte. "Von meinem Team war es eine top Mannschaftsleistung, wir haben viel gearbeitet", war auch BTSV-Coach Michael Schiele nach der Partie voll des Lobes. So habe seine Mannschaft "viele Ballgewinne und Umschaltsituationen", die zu dauernder Torgefahr führten. Gefehlt zu Halbzeit habe lediglich "die Führung", analysierte er.

Zustimmung erhielt er dabei von Neuzugang-Keeper Thorben Hoffmann, der den corona-positiven Fejzic ersetzte und somit debütierte. "Unser Spielplan ging voll auf, Heuer Fernandes hält drei Dinger super, wir selbst treffen drei, vier Mal das Tor nicht", merkte der 23-Jährige an. Die womöglich beste Chance ließ dabei Stürmer Lion Lauberbach liegen, der aus kurzer Distanz am HSV-Keeper scheiterte (20.). Entsprechend trauere er diesen Möglichkeiten "natürlich sehr hinterher", gab er zu. Auch Kapitän Krauße fand diesen Umstand "einfach ärgerlich".

Gegner auf Augenhöhe

Nach der Halbzeit wurde eine alte Fußballwahrheit mal wieder offensichtlich. Statt der überfälligen Braunschweiger Führung nutzten die Hamburger ihre wenigen Chancen eiskalt und ein Doppelschlag von HSV-Angreifer Robert Glatzel brachte die Hanseaten dann doch noch den glücklichen Sieg (67. / 76.). "Der Spielverlauf gibt das Ergebnis eigentlich so nicht her", haderte Lauberbach und musste dennoch feststellen: "Im Endeffekt liegt es aber schon an uns." Auch Krauße zeigte sich "extrem enttäuscht", ob der eigentlich guten Leistung, die somit zunichte gemacht wurde. "Mit diesen Möglichkeiten gegen einen so guten Gegner musst du die Tore erzielen. Das werden wir in Zukunft auch machen und machen müssen, um Spiele zu gewinnen", war sich aber Trainer Schiele sicher.

Generell sahen alle Akteure auch viel Positives. Neben Hoffmann, der "echt Spaß" hatte, sein Debüt vor 21.900 Zuschauern zu feiern, machte auch das Sportliche durchaus Hoffnung. Von vielen als Abstiegsaspirant gesehen, zeigte der BTSV, dass er vollkommen zurecht in der 2. Liga ist. "Wir haben eine gute Vorbereitung gespielt und gleich zeigen, dass wir in der Liga mithalten können, das haben wir ganz gut gemacht", hob Lauberbach hervor. Entsprechend "stolz" sei er auch auf die gezeigte Leistung. Damit der Stolz sich auch in der Tabelle niederschlägt, muss jedoch an der Chancenverwertung gearbeitet werden. Zeit bleibt dafür nicht allzu lange. Schon am kommenden Samstag reisen die Braunschweiger zum 1. FC Heidenheim.

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