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"Spiegelbild der Saison": 1. FCN muss nach Remis in die Relegation

imago images / Zink

Der 1. FC Nürnberg verspielt beim 1:1 gegen Holstein Kiel eine Führung und die Chance auf den direkten Klassenerhalt. Stattdessen muss der Club nun in die Relegation und den Absturz in die 3. Liga fürchten. Den Spielverlauf gegen Kiel sah Nürnbergs Sportvorstand Robert Palikuca hinterher als "Spiegelbild der Saison." 

"Das Spiel war ein Spiegelbild der Saison" 

Viel besser hätte der 1. FC Nürnberg kaum in den letzten Spieltag starten können. Gerade einmal drei Minuten waren in der Auswärtspartie in Kiel gespielt, da verwertete Patrick Erras eine Flanke von Johannes Geis per Kopf zur frühen 1:0-Führung (3.) und brachte seine Farben in eine wunderbare Ausgangsposition im Kampf um den Klassenerhalt. Anschließend stellten die Franken allerdings so gut wie alle Offensivbemühungen ein, ließen die Störche mehr und mehr ins Spiel kommen und kassierten im zweiten Durchgang durch Lion Lauberbach folgerichtig den Ausgleichstreffer (67.). Da es schließlich beim 1:1 blieb und die Konkurrenz aus Karlsruhe bei Nürnbergs Dauerrivalen Greuther Fürth mit 2:1 gewann, rutschte der Club noch auf den 16. Tabellenplatz, muss in die Relegation und könnte nach dem letztjährigen Bundesligaabstieg sogar in die 3. Liga durchgereicht werden.

Ein Horrorszenario, das vielen Nürnberger Fans nun die eine oder andere schlaflose Nacht bescheren könnte. "Es ist sehr bitter, dass wir jetzt in die Relegation müssen. Wir müssen jetzt aber die Köpfe frei kriegen und dann voller Energie in die zwei Spiele gehen", versuchte Cheftrainer Jens Keller das enttäuschende Unentschieden gegen Kiel dennoch schnell abzuhaken, während sich Sportvorstand Robert Palikuca noch so seine Gedanken über den Spielverlauf machte: "Das Spiel war ein Spiegelbild der Saison. Wir hatten gute Phasen, haben aber nicht nachgelegt und das Spiel dann aus der Hand gegeben. Dadurch haben wir so oft Punkte liegen lassen", so der 42-Jährige.

Spieler sind sich der großen Verantwortung bewusst

In der Kabine habe hinterher "natürlich Enttäuschung, aber keine Resignation" geherrscht, führte Palikuca weiter aus und hofft auf ein anderes Gesicht der Nürnberger in den Play-Offs. "Jetzt haben wir noch zwei Spiele, in denen wir uns den Hintern aufreißen müssen, um diesen Verein in der Liga zu halten. Wir haben eine große Verantwortung für unsere Fans und diesen Verein und sind es allen schuldig, dass der Club in der Liga bleibt", machte Torhüter Christian Mathenia immerhin klar, dass die Spieler sich dem Ernst der Lage auf jeden Fall bewusst sind und auch entsprechend motiviert in die Relegation gehen werden.

Gegen wen der 1. FCN zunächst am 7. Juli (18:15 Uhr) zu Hause und dann im Rückspiel am 11. Juli (ebenfalls 18:15 Uhr) auswärts antreten muss, steht allerdings noch nicht fest, da die 3. Liga erst am 4. Juli beendet wird. Stand jetzt könnte es zu einem Nachbarschaftsduell mit dem FC Ingolstadt kommen, aber auch die Würzburger Kickers, Eintracht Braunschweig, der MSV Duisburg oder der F.C. Hansa Rostock könnten am Ende noch der Gegner in der Relegation werden.