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Freitagsspiele: Später Schock für Union, Dresden erneut sieglos

Am Freitag Abend startete die 2. Bundesliga in den 26. Spieltag der Saison 2013/2014. Dabei standen wieder einige interessante Vergleich an. In Berlin gastierten die Ostwestfalen vom SC Paderborn an der Alten Försterei und erkämpfte sich ein verdientes 1:1. In Dresden wollte die SpVgg Greuther Fürth mit einem Sieg den Aufstiegsplatz festigen, was aber eher weniger gelang. Nach einem schwachen Auftritt reichte es nur zu einem 1:1.  Im Ruhrgebiet trafen der VfL Bochum und der SV Sandhausen aufeinander und sahen einen weiteren 1:0 Sieg der Gäste bei den heimschwachen Bochumern. Im Aufstiegskampf haben sich Union, Paderborn und Fürth damit nichts geschenkt.

1. FC Union Berlin vs. SC Paderborn 07: Last-Minute-Treffer für Paderborn

Das Spiel in Berlin fand unter windigen und damit schwierigen Bedingungen statt. Die Gäste schienen damit anfangs besser zurecht zu kommen. Nach fünf Minuten tauchte Koc frei im linken Strafraumeck auf und Schloss ab. Haas konnte parieren. Die anschließende Ecke brachte wieder Gefahr, doch erneut konnte Daniel Haas das Gegentor verhindern. Auch im weiteren Verlauf waren die Paderborner aktiver und hatten durch Wurtz nach 14 Minuten die nächste Gelegenheit, die aber über das Tor vergeben wurde. In einer danach ausgeglichenen Partie kamen wieder die Gäste gefährlich zum Abschluss. Nach rund einer halben Stunde hatten Brückner und Bakalorz jeweils gute Möglichkeiten zum Tor, scheiterten jedoch an Haas oder an den eigenen Nerven. Erst kurz vor der Pause zeigten sich auch mal die Eisernen gefährlich vor dem Tor von Lukas Kruse. Pfertzels Schuss wurde in letzte Sekunde von einem Abwehrbein geblockt. Auf der Gegenseite versuchte es Alban Meha in der 45. Minute per Freistoß. Dennoch ging es mit 0:0 in die Kabine.

Die 2. Halbzeit begann dann mit noch mehr Tempo und dann auch dem ersten Treffer. Nach Flanke von Kohlmann stand Sören Brandy am langen Pfosten gut postiert und setzte sich im Kopfballduell durch. Sein Ball landete kaum zu halten für Lukas Kruse im linken Toreck. Die Berliner standen jetzt richtig gut und hatten nach einem Mattuschka-Freistoß durch Eggimann die nächste gute Chance, die Kruse jedoch vereitelte. Die beste Chance der 2. Hälfte ergab sich dann wieder für Paderborn. Koc ließ die halbe Verteidigung der Unioner stehen und spielte auf Wurtz. Der völlig frei stehende Offensivmann vergab die Chance aber relativ kläglich weit am Tor vorbei. Für Union hätte Quiring nach 80 Minuten alles klar machen müssen, doch Lukas Kruse lenkte den Schuss noch überragend an den Pfosten. Und so konnten die Gäste doch noch zum Ausgleich kommen. Uwe Hühnemeier kam in der 89. Minute aus 16 Metern zum Abschluss und setzte den Ball genau in den Torwinkel zum nicht unverdienten 1:1.

SG Dynamo Dresden vs. SpVgg Greuther Fürth: Dresden belohnt sich nicht

Die Partie in Dresden begann durchaus flott, mit leichten Vorteilen für die Gäste. Nach einer Ecke in der 7. Minute landete der Ball zur ersten Chance bei Korcsmar, der volley abschloss und das Tor um einen Meter verfehlte. Je länger die Partie lief, desto stärker kam die Heimelf auf. Dynamo gelang lediglich der letzte Pass nicht und so sprangen nur selten zwingende Möglichkeiten heraus. Losilla prüfte Hesl nach rund 20 Minuten. Auf der Gegenseite hatte nur Pledl für die Gäste die Chance zum Abschluss, verzog aber. In der 23. Minute dann die erste dicke Chance für die SGD. Kempe zündete links außen den Turbo und drang in den Strafraum ein. Seinen Schuss parierte Hesl zur Ecke. Auch in der Folge blieben die Sachsen das bessere Team, wurden aber zu selten zwingend gefährlich. Pote kam in der Viertelstunde vor der Pause per Kopf zu einer guten Gelegenheit, verfehlte aber das Tor um wenige Zentimeter. Die Fürther retteten das glückliche 0:0 in die Kabine.

Auch nach der Pause blieben die Sachsen das bemühtere und aktivere Team. Die Kleeblätter blieben erschreckend passiv und harmlos. Und dann hätte es nach einer Stunde fast doch geklingelt im Dresdner Tor. Nach dem ersten schönen Angriff der Gäste klärten die Dynamos in höchster Not vor Zoltan Stieber. Danach wieder das gewohnte Bild: Dynamo im Vorwärtsgang. Lediglich das Tor wollte nicht fallen. Und wie es dann so kommt im Fußball, wird der Spielverlauf auf den Kopf gestellt. In der 70. Minute brach Stieber durch und wurde von Gueye zu Fall gebracht. Schiedsrichter Winkmann entschied auf Strafstoß, wobei nicht klar ersichtlich war, ob das Foul nicht außerhalb gewesen war. Djurdic nahm sich der Sache an und verwandelte ins rechte untere Eck. Kurz danach hätten die Gäste beinahe den Sack zugemacht. Goran Sukalo verfehlte das Tor von Kirsten per Kopf um rund einen Meter. Und dann zeigte Winkmann wieder auf den Punkt, wieder äußerst fragwürdig. Ouali sollte im Strafraum zu Fall gebracht werden. Dem eingewechselten Dedic war das egal, er verwandelte sicher zum verdienten 1:1.

VfL Bochum vs. SV Sandhausen: Sandhausen mal wieder zu null

Das erste Tor des Abends sollte im Ruhrgebiet fallen. Nach sechs Minuten abtasten und einigen Halbchancen verspielten die Bochumer im Mittelfeld den Ball äußerst leichtfertig. Manuel Stiefler übernahm das Leder und schloss aus 25 Metern ab. Der Ball schlug unhaltbar für Luthe im rechten Toreck ein. Während die Bochumer in der Folge zwar den Ball hatte, wirkten die Gäste weiter gefährlicher. Nicky Adlers Hereingabe nach 25 Minuten erreichte den völlig freistehenden Linsymer nicht, da Luthe zur Stelle war. Ansonsten hätte es auch schon 0:2 heißen können. Und die Verteidigung des VfL bot weiter Fehler. Fabian servierte völlig unnötig für Danny Blum, der sofort aus 20 Metern abzog, aber das Tor verfehlte. Die Sandhäuser blieben das bessere Team und hätten die Führung ausbauen müssen, doch zwei dicke Gelegenheiten nach knapp einer halben Stunde stand das Ergebnis weiterhin "nur" bei 0:1. Schauerte vergab die beste Chance frei vor Luthe, verlor aber das 1:1 Duell gegen den Keeper. Wenige Minuten später vergab Nicky Adler aus rund 6 Metern die nächste dicke Chance. So musste man sich fragen, warum die Gäste zur Pause nur 1:0 führten.

Die Gastgeber versuchten sich nach der Pause mit neuem Personal in der Spitze. Aber auch mit Richard Sukuta-Pasu gelang dem Heimteam äußerst wenig. Die Gäste, die teilweise unter 30% Ballbesitz hatten, wirkten vor dem Tor immer wieder brandgefährlich. Aydin hatte nach 60 Minuten die erste kleine Gelegenheit der 2. Hälfte für den VfL, konnte Riemann aber nicht wirklich beeindrucken. Das Spielgeschehen änderte sich weiterhin nicht. Bochum hatte den Ball, Sandhausen die Chancen. Die Gastgeber brachten kaum einen guten Angriff zustande. Auf der anderen Seite hätten Tüting und Blum für die Gäste schon längst das Spiel entscheiden müssen, vergaben aber beide ihre guten Gelegenheiten. Nach 82 Minuten kamen die Gastgeber mal wieder zum Abschluss. Sukuta-Pasu versuchte sich aus 20 Metern, verfehlte aber um mehrere Meter.

FOTO:  Tobias Hänsch // unveu.de