Spiele am Freitag: Spitzenteams im Einsatz

Am Wochenende geht die 2. Bundesliga in ihren vierten Spieltag der Saison 2014/15. Schon jetzt kristallisieren sich die ersten Gewinner und Verlierer des Saisonstarts heraus, die ihre Trends entweder bestätigen oder dringend wieder umkehren wollen. Während am heutigen Freitagabend mit dem Spiel Union Berlin vs. 1. FC Nürnberg zwei Mannschaften mit großen Ambitionen und mittelmäßigem Saisonstart gegeneinander antreten, spielen mit dem 1. FC Kaiserslautern und RB Leipzig gleich zwei aktuelle Top-Teams der Liga in Aalen und Frankfurt.

 1. FC Union Berlin vs. 1. FC Nürnberg: Der Club in der Krise

Obwohl erst am Montagabend beim VfL Bochum im Einsatz, stehen die Eisernen nur fünf Tage später schon wieder auf dem grünen Rasen, diesmal aber zu Hause in der Alten Försterei. Nach den beiden mäßigen Remis zu Beginn der Spielzeit folgte für die Berliner auch noch das Pokalaus beim 1. FC Heidenheim. Daher hatten die Männer von Norbert Düwel bei den Bochumern etwas gut zu machen auch am vergangenen Montag ergab sich beim VfL Bochum, trotz Führung am Ende nur ein einziger Punkt. Mit drei Punkte aus drei Spielen steht man in der Tabelle folgerichtig eher im unteren Mittelfeld. Fehlen werden beim Heimspiel gegen Nürnberg noch dazu Oliver Oschkenat und Michael Parensen.

Beim Gegner aus Franken sieht die Lage dagegen noch schlechter aus, als bei den Berlinern. Als Aufstiegsfavorit Nr. 1 in die Saison gestartet, haben die Männer von Valerien Ismael eine brutale Landung auf dem Boden der Tatsachen hinnehmen müssen. Schien nach dem 1:0-Auftaktsieg über Erzgebirge Aue noch alles in bester Ordnung, steht man nun nach dem Pokalaus und zwei bitteren Ligapleiten im unteren Mittelfeld der 2. Bundesliga. Der Druck auf den Absteiger wächst bereits jetzt enorm sodass man vom Gastspiel am Freitag etwas Zählbares mitnehmen muss. Nicht dabei sind Even Hovland, Jan Polak und Danny Blum.

 VfR Aalen vs. 1. FC Kaiserslautern: Stürmen die Pfälzer an die Spitze?

Auf der Ostalb steht das nächste attraktive Heimspiel der Saison an. Nach dem FC St. Pauli kommen am Freitag die Lauterer vom Betzenberg auf die Ostalb. Der VfR, der einen ordentlichen Saisonstart hingelegt hat, will die Heimstärke der letzten Spiele weiter ausbauen. Wenn der VfR zu Hause einmal in Führung liegt, ist es für die Gegner in den letzten Monaten kaum möglich, diese Spiele noch für sich zu entscheiden. Andersherum wirkten die Aalener nach dem 0:2 gegen Aufsteiger Darmstadt gehemmt und schwach in der Offensive. Das Team von Trainer Ruthenbeck wird also auch am Freitag wieder auf seine Defensive vertrauen. Mit Robert Lechleiter und Sebastian Neumann werden zwei Stammkräfte weiter fehlen.

Die Gäste dagegen haben in den ersten drei Spielen gegen zwei Schwergewichte der Liga schon Spiele gedreht. In dem Spiel, in dem sie bisher als einziges mit 1:0 in Führung lagen, verspielten sie diese Führung allerdings noch. Das Team von Kosta Runjaic wirkt auf jeden Fall wesentlich gefestigter als in der letzten Saison. Zudem stehen mit Lakic und Hofmann zwei wieder erstarkte, bzw. frische Stürmer in den Reihen der Pfälzer, die eine Menge Schwung ins Spiel bringen. Beim VfR setzen die Lauterer auch wieder auf ihre eigene Stärke und wollen den Angriff auf die Tabellenspitze wagen.

 FSV Frankfurt vs. RB Leipzig: Leipzig weiter im Höhenflug

Dass der Fußball mal wieder seine eigenen Drehbücher hat, dürfte der FSV Frankfurt seit neuestem ganz genau wissen. Da hatte man vor dem letzten Spieltag Hanno Balitsch verpflichtet, der zuletzt beim Gegner aus Nürnberg gespielt hatte, da war eben jener Balitsch erst an einem Strafstoß des FCN beteiligt, der vergeben wurde, und erzielte das goldene Tor zum ersten Saisonsieg der Hessen. Frei nach dem Motto „Wer ist schon der Favorit?“ soll daher auch gegen Leipzig wieder etwas mitgenommen werden. In der Favoritenrolle tat man sich in dieser Saison nämlich immer besonders schwer.

Die Gäste dagegen wollen die eigentlich gar nicht haben, kommen aber nicht drum herum. Ein Aufsteiger, der so überzeugend in die Saison gestartet ist, bisher nur ein Gegentor erhalten hat, im Pokal gegen Paderborn gewonnen hat, und mit an der Tabellenspitze steht, wird gegen die Frankfurter in jedem Fall als Siegtipp gesetzt sein. Sollten die Leipziger auch in Frankfurt gewinnen, dürfte auch der Letzte in der Liga begriffen haben, was für ein ernster Kandidat die Bullen für einen Platz unter den ersten drei Mannschaften sind. Allerdings muss Trainer Alexander Zorniger mit Yussuf Poulsen, Dominik Kaiser und Joshua Kimmich u.U. auf drei Stammspieler verzichten.

FOTO: Hübner

 

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"