Spitzenspiel KSC-Paderborn: Duell der Überraschungsteams
Wer hätte vor der Saison schon gedacht, dass sich der Karlsruher SC und der SC Paderborn 07 in einem Spitzenspiel treffen würden. Doch wenn man einen Blick auf die Tabelle wirft, lässt sich erkennen, dass die Aussage „Spitzenspiel“ völlig gerechtfertigt ist. Während der KSC von Tabellenplatz 5 grüßt befinden sich die Ostwestfallen gar auf dem 3.Platz, dem Relegationsplatz zur Bundesliga (!). Und das obwohl die zwei Überraschungsmannschaften, finanziell gesehen, viel schwächer wie der 1. FC Köln, Kaiserslautern, Fürth und St. Pauli (alle mindestens 10 Mio. Etat) dastehen. Mit gerade einmal 6,4 Millionen auf KSC-Seite und 6,2 Millionen Etat auf Paderborner-Seite, mischen die zwei Teams die Liga auf. Doch was ist das Erfolgsgeheimnis der beiden Mannschaften:
Paderborn: Mut zum Offensivfußball –Individuelle Klasse und Kreativität
Bei Paderborn ist es wohl der Mut zur Offensive. Mit 43 Toren ist man das offensivstärkste Team der Liga. Da kann auch nicht einmal Fürth (41 Tore), Köln (36 Tore) und Lautern (35 Tore) mithalten. Mit Mahir Saglik (10 Tore), der mit die Torschützenliste anführt und Alban Meha (9 Tore) hat man gleich zwei offensivstarke Spieler. Zudem können die Ostwestfallen auf ihre individuelle Klasse und Kreativität bauen. Die individuelle Klasse beweist Paderborn vor allem bei Freistößen und in Sachen Kreativität muss man nur auf das letzte Spiel gegen den VfL Bochum zurückschauen: Hier kämpfte man sich nach einem 0:1 Rückstand zurück und konnte das Spiel letztendlich mit 4:1 für sich entscheiden.
KSC: Mit Laufbereitschaft, Defensivarbeit und Einsatzwille zum Erfolg
Ganz anders sieht da das Erfolgsprinzip des Karlsruher SC aus. Hier setzt man vor allem auf die Laufbereitschaft und die Defensivarbeit. Der KSC-Tross legte in dieser Saison die meisten Kilometer in der 2. Bundesliga zurück. Zudem kann man auf eine wunderbare Gegentorstatistik blicken: Mit 21 Gegentoren ist man die drittbeste Abwehr der Liga und das obwohl man ligaweit die meisten Torschüsse zuließ. Auch der Einsatzwille stimmt bei den Badenern. Vor allem im Fußballjahr 2013 bewies man immer wieder, dass man über die Teamleistung und der 100%igen Leistung jedes Einzelnen punkten konnte. Ausschlaggebend für die guten Leistungen des KSC ist aber besonders das schnelle Umschaltspiel, das schon der FCK (2:2) und der FC St. Pauli (2:0) sowie diverse andere Teams zu spüren bekamen.
Chancen- und torrreiches Spiel im Wildpark zu erwarten
Aufgrund des schnellen Umschaltspiel der Blau-Weißen und des Offensivfußballs der Paderborner ist wohl von einem chancen- und torreichen Spiel auszugehen. Hinzuzufügen ist allerdings, dass der KSC in den letzten Spielen gegen ebenfalls defensiv eingestellte Gegner seine Probleme hatte bzw. schwächelte. Gegen Paderborn könnte aber der KSC wieder den Gegner das Spiel überlassen und somit auf das alte Erfolgssystem zurückgreifen. Allerdings wird wohl der KSC auf eine andere Anfangsformation wie in den letzten Spielen setzen. Aufgrund der zuletzt schwächeren Leistungen muss wohl Selcuk Alibaz für Gaeton Krebs oder Dennis Mast Platz machen und Reinhold Yabo für Kai Schwertfeger. Klar ist allerdings, dass „der KSC noch schneller gegen Paderborn umschalten und Situation erkennen will wie bisher“, wie Chefcoach Markus Kauczinski erklärte. Ob der Karlsruher SC das gegen offensivstarke 07ner umsetzen kann bleibt abzuwarten.
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