Sportwetten: DFB sperrt Münchens Ivica Olic

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat am Mittwoch Stürmer Ivica Olic vom Zweitligisten 1860 München zu einer hohen Geldstrafe in Höhe von 20000 € und einer Ligasperre von zwei Spielen belegt. Der Grund für die Sanktionen ist die Beteiligung des 37-Jährigen an Sportwetten. Demnach habe Olic gegen das Wettverbot eines Spielers verstoßen, da er u.a. Wetten auf Zweitligaspiele abgeschlossen haben soll. Von Seiten des DFB hieß es dazu in einer Mitteilung: "Olic hat im Zeitraum vom 26.08.2016 bis 11.09.2016 bei einem Internet-Wettanbieter unter anderem auf neun Begegnungen der 2. Bundesliga gewettet bzw. wetten lassen. Die einzelnen Wetteinsätze beliefen sich fast ausschließlich im dreistelligen Euro-Bereich. Auf Spiele des TSV München von 1860 wurde nicht gewettet."

DFB legt Fall zu den Akten

Durch die Sperre ist von offizieller Seite der Fall zu den Akten gelegt worden, wie Hans E. Lorenz, der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts auf der Homepage des Fußball-Bundes sagt: "Die Sanktion spiegelt den Verstoß gegen das allgemeine Wettverbot im Bereich des DFB wieder. Es ist dabei auch im Interesse der Spieler, sich durch Wetten nicht in die Nähe eines Manipulationsverdachtes zu begeben. Die Ermittlungen in dem Fall Olic haben keinen Hinweis auf Wettmanipulationen erbracht."

Auch Konsequenzen seitens des Vereins

Doch nicht nur von Liga-Seite kommt auf den Kroaten eine Strafe zu. Auch der TSV 1860 München selbst hat seinen Angreifer noch mit einer Geldstrafe belegt. Zwar habe Olic die Angelegenheiten mit dem Verein schon aufgearbeitet und aufgeklärt, doch "letztendlich handelt es sich dabei um vereinsschädigendes Verhalten", so Manager Thomas Eichin. Olic selbst sieht seinen Fehler ein und entschuldigte sich auf der Homepage der Löwen für sein Verhalten: „Das war natürlich ein großer Fehler. Ich habe mich mit Freunden an Kombi-Wetten beteiligt, indem ich ihnen meine Kreditkarte zur Verfügung gestellt habe. Da waren auch Zweitliga-Spiele dabei, auf Sechzig haben wir natürlich nicht gewettet. Es ging dabei auch nicht um größere Geldbeträge, sondern lediglich um Spaß. Es tut mir sehr leid, was passiert ist. Es war mir in diesem Moment einfach nicht bewusst.“

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