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St. Pauli bleibt auswärts zu harmlos: "Einfach zu wenig"

imago images / Eibner

Fünf Auswärtsspiele, zwei Punkte: In der Ferne läuft es für die "Kiezkicker" derzeit überhaupt nicht. Auch bei der 0:2-Pleite ließ der FCSP zu viel vermissen. Kritik der Beteiligten gab es sowohl am defensiven als auch am offensiven Verhalten.

Viertschlechtestes Auswärts-Team

Zwei mickrige Zähler aus fünf Auftritten auf fremden Plätzen. Lediglich in Hannover und in Fürth (jeweils 2:2) konnten sich die Paulianer bisher Punkte erspielen und stellen damit das viertschlechteste Auswärts-Team der Liga. Kein Wunder also, dass auch in Regensburg wenig ging und am Ende ein 0:2 aus Pauli-Sicht stand. Ein Umstand, der aber nicht für Gleichgültigkeit bei den Akteuren sorgte. "Wir haben auswärts wieder keine Leistung auf den Platz gebracht, die für drei Punkte reicht", analysierte Pauli-Coach Timo Schultz nach dem Abpfiff knallhart.

Mit dieser Einschätzung stand er indes nicht alleine da. Auch Verteidiger Zander, der im Laufe des zweiten Durchgangs in die Partie kam, befand, dass seine Kollegen die Gegentreffer "besser verteidigen" müssten. "Die Flanke zum zweiten Tor war zu einfach, der Kopfball war zu einfach", bemängelte der 27-Jährige. Entsprechend sollte Jahn-Knipser Albers schon vor der Pause seinen Doppelpack schnüren und die Regensburger uneinholbar in Führung bringen. "Das war von uns zu wenig", bilanzierte der Außenverteidiger.

"Nicht unsere einfachste und beste Phase"

Insgesamt ist es nicht nur die dritte Auswärts-Niederlage für den FCSP, sondern auch schon das fünfte Spiel in Folge, in dem die "Kiezkicker" nicht gewinnen konnten. Durch den Negativlauf fallen die Paulianer vor der Länderspielpause auf einen ernüchternden 12. Rang – mit lediglich drei Zählern Abstand auf die Abstiegszone. Dementsprechend ordnete Sportchef Andreas Bornemann das 0:2 auch in einen größeren Gesamtkontext ein. "Wir haben nicht unsere einfachste und beste Phase", befand er. Ein Schlüssel ist dabei die Chancenverwertung. Auch gegen Regensburg konnte St. Pauli mehr Torchancen verbuchen (14:7), doch stand am Ende kein Treffer. "Wir müssen konzentrierter auftreten und uns noch mehr belohnen", stellte auch Stürmer Matanovic fest.

Somit konnte durchaus auch Positives festgehalten werden. "Wir hatten irgendwo unsere Momente und Spielkontrolle", befand auch Coach Schultz, ehe er nachschob: "Das zählt aber alles nicht, im Fußball zählen Tore". Davon schießt St. Pauli einfach zu wenig, gerade wenn die gefangenen 15 Gegentreffer bedacht werden. "Es kann nicht sein, dass wir uns erst einmal zwei Tore fangen müssen, um Gas zu geben", rundete auch Zander seine Rundum-Kritik ab. In der Länderspielpause brauche er nun erst einmal "ein paar Tage", um das Gesehene einzuordnen. Zwar wartet auf den FCSP nach der Pause ein Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim, doch sind diese nicht unbedingt dafür bekannt, viele Chancen zuzulassen.