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St. Pauli: Ultras fordern sofortige Sahin-Entlassung

Dieser Instagram-Post wird Konsequenzen für Cenk Sahin haben: Weil sich der Profi des FC St. Pauli in den sozialen Medien mit der türkischen Militäroffensive in Nordsyrien solidarisierte, droht ihm nun der Rauswurf bei seinem Klub. Das jedenfalls fordern die Ultras des Vereins.

Umgehende Entlassung gefordert

53 Einsatzminuten absolvierte Cenk Sahin in dieser Saison, allesamt nach seiner Einwechslung im Erstrunden-Match gegen den VfB Lübeck. Dabei steuerte der 25-Jährige eine Vorbereitung bei, die ihn aber nicht zu Einsätzen in der 2. Bundesliga führte. Statt nach seinem Leih-Geschäft beim FC Ingolstadt nun am Hamburger Kiez durchzustarten, droht dem ehemaligen U21-Nationalspieler der Türkei nun der Rauswurf. "Für uns Ultras steht deshalb fest, dass Cenk Sahin nicht mehr im Trikot des FC Sankt Pauli aufläuft. Wir fordern den Verein auf, Cenk Sahin am heutigen Freitag, den 11. Oktober zu entlassen!", fordert die Fan-Gruppe den Klub auf, wie die "Bild"-Zeitung berichtet.

"Interne Aufarbeitung nicht abgeschlossen"

Was war passiert? In einem Instagram-Posting mit der türkischen Flagge schrieb Sahin: "Wir sind an der Seite unseres heldenhaften Militärs und den Armeen. Unsere Gebete sind mit euch!" Eine unmissverständliche Anspielung auf die militärische Offensive seines Heimatlandes in Nordsyrien – die länderweit scharf verurteilt wird. Der Verein reagierte umgehend, distanzierte sich von den Inhalten und erklärte: "Der Verein hat bereits mit dem Spieler gesprochen und arbeitet intern die Thematik auf. Solange die interne Aufarbeitung nicht abgeschlossen ist, wird sich der FC St. Pauli nicht weiter dazu äußern." Im Testspiel gegen Werder Bremen am heutigen Freitag (18:30 Uhr) hätte Sahin sich für den Liga-Alltag präsentieren können. Nun aber verzichtet der Klub bewusst auf den Außenbahnspieler.