St. Pauli: Hürzeler warnt vor der "komplettesten Mannschaft der Liga"
Der FC St. Pauli hat sich mit neun Siegen in Serie eindrucksvoll an die Spitzenplätze der 2. Bundesliga herangepirscht. Am kommenden Samstagabend (20:30 Uhr) steht beim heimstarken 1. FC Heidenheim aber die ultimative Prüfung bevor. Pauli-Coach Fabian Hürzeler schwärmte in der Pressekonferenz vor dem Spiel ausgiebig vom Gegner und dessen Trainer.
Heidenheim die "kompletteste Mannschaft der Liga"
Als es um den Gegner aus Heidenheim geht, kommt der St. Pauli-Trainer beinahe nicht mehr aus dem Schwärmen heraus. "Sie sind eine Mannschaft, die keine richtigen Schwächen hat", sagt Hürzeler und beginnt die Stärken des Tabellenzweiten aufzuzählen: "Sie sind lauf- und Zweikampfstark. Sie schalten sehr gut um und bestrafen individuelle Fehler sehr effektiv. Zudem sind sie bei Standards extrem gefährlich und haben Spieler mit enormer individueller Klasse." Mit 20-Tore-Mann Tim Kleindienst verfügen die Heidenheimer über einen Angreifer, der "im Moment trifft, wie er will". Einen solch gefährlichen Spieler könne seine Mannschaft nur im Kollektiv verteidigen.
All diese Qualitäten machen den FCH für Hürzeler zur "komplettesten Mannschaft der Liga", bei der mit Frank Schmidt ein "unfassbarer Trainer" verantwortlich ist. Besonders Schmidt hat es dem 30-Jährigen angetan. Hürzeler beobachte den gegnerischen Coach schon seit Längerem und bewundert es, wie dieser "eine Mannschaft so konstant in einer Liga oben halten und die Spieler besser machen kann". Deshalb sei Frank Schmidt "einer der besten, wenn nicht der beste Trainer der Liga".
Wird Smith rechtzeitig fit?
Trotz oder gerade wegen der Stärken des Gegners legt Hürzeler umso mehr den Fokus auf seine Mannschaft: "Wir tun gut daran, weiterhin an unseren Stärken zu arbeiten. Wir werden nicht anders spielen und versuchen, unseren Stil und unser Spiel auch in Heidenheim durchzubringen", erklärte der Coach. Trotz der mäßigen Leistung seines Teams im Spiel gegen Regensburg sei Hürzeler optimistisch die Siegesserie fortzusetzen. "Ich glaube, dass meine Jungs aus dem Regensburg-Spiel gelernt haben, dass es mit so einer Leistung nicht reicht", sagte er. Besonders gelte es, die vielen technischen Fehler und Konzentrationsfehler gegen Heidenheim abzustellen. "Es gilt, Ballverluste zu vermeiden", betonte Hürzeler in Hinblick auf die Konterstärke des kommenden Gegners.
Dabei hofft der Trainer im Spitzenspiel auf Abwehrchef Eric Smith zurückgreifen zu können. Dieser musste zwar im Training am Dienstag aufgrund von Problemen am Hüftbeuger kürzertreten, schien aber für Samstag fit zu werden. Allerdings wurde der Schwede am Mittwoch erneut minutenlang behandelt und ging vorzeitig in die Kabine. Am Donnerstag soll die medizinische Abteilung nun abschließend beurteilen, ob ein Einsatz am Wochenende in Frage kommt. Falls nicht, stehe ein Ergänzungsspieler als guter Ersatz bereit, wie Hürzeler beteuert. Überhaupt sei ein Teamgeist in der Mannschaft entstanden, wie er "nur durch Erfolge und nicht durch irgendwelche Team-Events" entstehen könne.