St. Pauli nach vergebener Chance zum Sieg: "Das wäre des Guten zu viel"

Am Sonntag konnte sich der FC St. Pauli beim Auswärtsspiel gegen den SV Sandhausen ein 2:2-Unentschieden erspielen. Trotz der verpassten Möglichkeit, dreifach gegen einen direkten Konkurrenten zu punkten, waren alle Beteiligten des FC St.Pauli aufgrund des Spielverlaufs nicht unzufrieden.

"Nicht ins Spiel gekommen, wie wir wollten"

Ohne den verletzten Stürmer Henk Veerman starteten die Gäste vom Millerntor glücklich in das Auswärtsspiel beim nahezu direkten Tabellenkonkurrenten vom SV Sandhausen. Trotz Drucks des SVS erzielte St. Pauli das erste Tor des Nachmittages. Nach einem perfekt gespielten Konter bediente Miyaichi Veerman-Ersatz Gyökeres sehenswert, sodass dieser den Ball mitnehmen und abschließend zur 1:0-Führung der Kiezkicker verwerten konnte (28.). "Es war klar, dass du hier über Zweikämpfe, Körperlichkeit und Wucht in die Partie kommen musst, das haben wir in den ersten 25 Minuten vermissen lassen", weiß auch Pauli-Sportchef Andreas Bornemann, der ebenfalls von "Glück" spricht, nicht zurückgelegen zu haben, nachdem die Mannschaft nicht ins Spiel gekommen sei, "wie wir wollten".

Robin Himmelmann bestätigte, dass "zu viele Chancen zugelassen" wurden, ehe die Führung "aus dem Nichts" erzielt worden sei. Allzu lange wehrte das Glück ebenfalls nicht - noch vor der Pause konnte Sandhausen durch Behrens per verwandeltem Elfmeter nach einem arg unglücklichen Foul von Pauli-Außenverteidiger Matthew Penney zum Ausgleich kommen (45+1.). Ein "verdienter Ausgleich" zur Halbzeit, konstatiert Kapitän Buballa.

Systemumstellung und mehr Zugriff

Nach der Pause: Eine Umstellung im System. Luhukay stellte von Vierer- auf Dreierkette und brachte den Walisen Lawrence. "Wir standen nach dem Seitenwechsel in der Dreierkette stabiler, bekommen aber den Rückschlag", so Buballa. Dieser Rückschlag äußerte sich in Form des erstmaligen Rückstandes an diesem Tage. Nach einer Ecke kam SVS-Mittelfeldmann Scheu aus dem Rückraum zum Abschluss und erzielte das 2:1 für die Hausherren (63.). Doch St. Pauli bot mehr im zweiten Durchgang. "In der zweiten Halbzeit haben wir die Themen Zweikämpfe und Körperlichkeit mehr vorgenommen", sprach Bornemann der Mannschaft zu, sodass er ihnen "nichts vorwerfen" könne. Diese Besinnung auf die Grundtugenden trug indes auch Früchte. Nach einem starken Solo und Abschluss von Diamantakos konnte der Ausgleich und Endstand erzielt werden (78.). Auch Buballa honorierte diese Leistung des Stürmes und spricht von "einer super Einzelleistung" Diamantakos'.

Kurz vor Schluss eröffnete sich gar noch die Chance auf den Siegtreffer, doch es wurde leichtfertig vergeben (89.). "Das wäre des Guten aber auch zu viel gewesen", gesteht Mittelfeldmann Sobota fairerweise und auch Buballa, dass dies "heute nicht verdient" gewesen wäre. Durch die Punkteteilung befindet sich der FC St. Pauli nun auf dem elften Tabellenrang - fünf Punkte vom Relegationsplatz entfernt. Doch Robin Himmelmann gab die Marschroute vor: "Nächsten Sonntag wollen wir die Punkte wieder am Millerntor behalten"- dort erwarten die Kiezkicker den 1. FC Nürnberg.

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