St. Pauli seit sechs Spielen sieglos - Offensive zu harmlos

Nach der verdienten 0:4-Pleite bei Kellerkind Fürth ist die Stimmung beim FC St. Pauli so trübe wie der Herbst. Die Hamburger blieben auch im sechsten Spiel in Folge ohne Sieg. Vor allem die magere Torausbeute ist erschreckend. 

Braun-Weiße seltsam passiv

Ganze 14 Treffer in 15 Begegnungen sind für den ambitionierten Kiez-Club viel zu wenig. Der FCSP befindet sich zwar immer noch im Tabellenmittelfeld, sollte jedoch Dresden gegen Düsseldorf gewinnen, würde der Abstand auf den Relegationsplatz auf drei Punkte zusammenschrumpfen.

In der Anfangsphase strahlten beide Teams nur wenig Torgefahr aus. Pauli-Coach Olaf Janßen hatte auf dem Flügel auf Maurice Litka für Waldemar Sobota gesetzt. Zudem spielte Angreifer Aziz Bouhaddouz erstmals seit über zwei Monaten von Beginn an. Doch der Auftritt der Kiez-Kicker war seltsam blutleer. Die Passivität der Braun-Weißen wurde noch vor der Pause mit zwei Gegentreffern bestraft.  "In den ersten 20 Minuten hatten wir das Spiel ganz gut im Griff, haben aber nicht aufs Tor geschossen. Danach hat Fürth alles reingeworfen. Dem haben wir uns nicht gestellt und lagen verdient 2:0 hinten“, ärgerte sich Cheftrainer Olaf Janßen bei der Pressekonferenz.

Pauli ergibt sich dem Schicksal

Während gegen Regensburg die Kiez-Kicker noch einen Zwei-Tore-Rückstand egalisierten, fanden sie am Ronhof auch in der zweiten Hälfte kein Zugriff auf das Spiel und kein Mittel gegen schnell umschaltende Fürther. Als dann noch Kapitän Bernd Nehrig nach einer Gelb-Roten Karte vom Platz musste, war die Partie endgültig gelaufen. "Die Niederlage schreibe ich mir auch persönlich auf die Fahnen. Ich war heute kein guter Leader", fand Nehrig nach dem Spiel selbstkritische Töne.

Bei den Hamburgern zeigten sich in der Folge Auflösungserscheinungen. Der Gegner nutzte den Raum im Mittelfeld geschickt und schenkte den Gästen zum Leidweisen der über 2.000 mitgereisten Pauli-Fans noch zwei weitere Treffer ein. "Wir dürfen hier nicht mit 0:4 vom Hof gehen“, sagte Torwart Robin Himmelmann gegenüber der "Hamburger Morgenpost". "Das ist ein Rückfall, den wir so nicht eingeplant hatten." Nach dem schwachen Auftritt soll jetzt am Freitag in Bielefeld die Wende folgen. "Es kann sich jeder darauf verlassen, dass die Mannschaft dort ein anderes Gesicht zeigen wird“, verspricht Trainer Janßen den Anhängern.

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