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FCSP verspielt Aufstiegschance: "Harte Lektion, aus der wir lernen müssen"

IMAGO / Kirchner-Media

Rein rechnerisch kann der FC St. Pauli zwar noch aufsteigen, realistisch ist dieses Szenario aber nicht. Durch die bittere 2:3-Niederlage auf Schalke geht es für die Kiezkicker am letzten Spieltag um nicht mehr viel.

"Wir haben allgemein ein paar Nackenschläge hinnehmen müssen"

Aus FCSP-Sicht hätte es zunächst nicht besser laufen können. Dank eines Doppelschlags durch Igor Matanović (9., 17.) gingen die Gäste beim königsblauen Spitzenreiter schnell mit zwei Toren in Führung. In der Live-Tabelle war das Team von Trainer Timo Schultz durch die Führung gar punktgleich mit Platz zwei, den derzeit der Stadtrivale Hamburger SV belegt. Bei einem Bremer Sieg am Sonntag in Aue hätte sich St. Paulis Rückstand auf den zweiten Rang dann zwar auf drei Zähler vergrößert, dennoch hätte man zum Saisonabschluss am Millerntor gegen Fortuna Düsseldorf gute Chancen gehabt, zumindest den Relegationsplatz klarzumachen. Mit nun drei Punkten Rückstand auf den dritten Platz sowie dem schlechtesten Torverhältnis aller Aufstiegskandidaten riecht es für St. Pauli allerdings ganz stark nach einer weiteren Saison in Liga zwei.

"Wir sind natürlich enttäuscht. Es war keine normale Woche. Wir haben allgemein ein paar Nackenschläge hinnehmen müssen, die uns wehgetan haben", sagte Schultz, der bei seiner stark corona-gebeutelten Mannschaft sechs Startelfveränderungen vornahm. "Ich bin stolz auf die Truppe, auf der anderen Seite müssen wir anerkennen, dass Schalke heute die drei Punkte verdient hat."

Ergebniskrise zum ungünstigsten Zeitpunkt

Nach dem Seitenwechsel "haben wir nicht mehr mutig Fußball gespielt und Fehler gemacht. Die Rote Karte hat uns dann auch nicht in die Karten gespielt", fand Keeper Dennis Smarsch. Allerdings lagen die St. Paulianer bei Marcel Beifus' Platzverweis in der 81. Minute bereits mit 2:3 zurück. In der Nachspielzeit dezimierten sich die Gäste erneut. Doppelpacker Matanović (90.+4) sah Gelb-Rot. Die Nerven lagen blank. "Es ist schwierig das Spiel jetzt einzuordnen. Auf diesem Niveau ist es schwierig, wenn wir wenige Sekunden nach Wiederanpfiff ein Gegentor bekommen. Für uns ist es eine harte Lektion, aus der wir lernen müssen", so Jackson Irvine, der beide Tore von Matanović vorbereitete.

Für den FC St. Pauli kommt die Ergebniskrise zum ungünstigsten Zeitpunkt. Er ist seit sechs Ligapartien sieglos und steckte dabei äußerst schmerzvolle Niederlagen gegen direkte Konkurrenten ein. Zwei Wochen nach der knappen Heimpleite gegen Darmstadt (1:2) setzte es am Samstagabend also den nächsten Rückschlag gegen einen Aufstiegsanwärter, der durch den Dreier mehr als nur noch ein Anwärter auf einen Platz in der Bundesliga ist.