SV Darmstadt 98: Kein Beerdigungsszenario

Nach der dritten Niederlage in Folge steht Bundesliga-Absteiger SV Darmstadt 98 weiterhin auf einem direkten Abstiegsplatz. Nach der unglücklichen 0:2-Pleite in Bielefeld und vor dem wichtigen Kellerduell am Mittwoch gegen Schlusslicht Kaiserslautern soll jedoch keine schlechte Stimmung aufkommen.
Schuster-Elf ist mindestens gleichwertig
"Für mich zählt nur die Leistung, und da haben wir eine deutliche Steigerung erkennen lassen. Daher hätten wir auch einen Punkt verdient gehabt, wir fahren jetzt aber wieder mit leeren Händen heim. Auf der Leistung können wir aber aufbauen, wenn wir weiter so arbeiten, werden wir die nötigen Punkte für den Klassenerhalt noch holen“, sagte Chefcoach Dirk Schuster während der Pressekonferenz.
In der Tat war sein Team in einer umkämpften Partei zumeist auf Augenhöhe mit dem Gegner, phasenweise sogar die bessere Elf. "Wir waren gut drin, nicht so wie in den letzten 30 Minuten von Bochum, als es nicht gut ausgesehen hatte", sagte Abwehrspieler Romain Brégerie gegenüber "echo-online.de". Doch mit einem Tor belohnten sich die Lilien nicht. Das fiel nach einem Konter auf der Gegenseite. Ein Treffer, der aus Sicht der Darmstädter umstritten war. "Beim ersten Tor werde ich geschubst und bekomme einen Tritt auf das Bein, das ist für mich ein klares Foulspiel“, wird Verteidiger Fabian Holland auf der Homepage der Lilien zitiert.
Kein Beerdigungsszenario
Nach Wiederanpfiff versuchten die Darmstädter gegen jetzt tief stehende Gastgeber den Rückstand wettzumachen. Angreifer Felix Platte machte zwar Alarm, doch zumeist war bei Bielefelds Schlussmann Ortega Endstation. "Kämpferisch waren alle präsent, vom Herz waren alle Spieler heute da. Aber wenn wir uns offensiv nicht belohnen und defensiv die Null nicht halten, dann stehen wir trotzdem mit leeren Händen da“, so Romain Brégerie. Das zweite Gegentor in der Nachspielzeit war schließlich nur noch Ergebniskosmetik. Ähnlich wie sein Trainer gibt sich auch der Präsident kämpferisch. "Wir lassen uns kein Beerdigungsszenario aufzwingen", so Rüdiger Fritsch im „kicker“. "Es gibt überhaupt keinen Grund, die Überzeugung zu verlieren“, so der 56-Jährige. Der Clubchef erwartet jedoch einen langen Abstiegskampf