SVE nach Sieg auf Schalke: "Ein tolles Erlebnis für die ganze Mannschaft"
Die SV Elversberg hat den nächsten großen Namen im deutschen Fußball geärgert und drei Punkte beim FC Schalke 04 abgeholt. Dabei spielte der Neuling in der Schalker Arena mutig auf und überrumpelte den Gegner bereits in der Anfangsphase zweifach.
"Bemerkenswert, was die Jungs reingeschmissen haben"
Es war wohl die größte Kulisse, vor der die SVE jemals spielte. Vor über 60.000 Zuschauern in der Arena auf Schalke war bei den Gästen aber von Beginn an kein Zeichen von Nervosität zu sehen. Sie spielten unbekümmert nach vorne und nutzten die Passivität der Heimmannschaft eiskalt aus. "In der Anfangsphase waren wir gut unterwegs, haben gute Angriffe gefahren und konnten auch zwei verwerten", lobte Trainer Horst Steffen auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. Ausgerechnet Paul Stock, der im Sommer aus der Regionalliga vom TSV Steinbach kam, hatte seinen großen Auftritt, erzielte das 1:0 und legte das zweite Tor auf.
Schalke kam zwar schnell zum Anschluss und blieb im weiteren Spielverlauf am Drücker, doch der Aufsteiger brachte das Ergebnis über die Zeit. "Ich bin sehr zufrieden mit dem kämpferischen Einsatz zum Schluss, dass wir noch alles verteidigt bekommen haben. Das war schon bemerkenswert, was die Jungs reingeschmissen haben." Besonders Torhüter Nicolas Kristof hielt den Sieg mit ein paar guten Paraden fest und sicherte damit den eher unerwarteten Sieg seiner Elf.
Vierter Auswärtssieg der Saison
"Es war ein tolles Spiel, ein tolles Erlebnis für die ganze Mannschaft, für unseren ganzen Klub etwas Besonderes", frohlockte Steffen über den denkwürdigen Abend auf Schalke. Die SVE mausert sich nicht nur zum Favoritenschreck, der schon den HSV mit 2:1 besiegte, sondern wird immer mehr zu einem unangenehmen Gast. Mit dem vierten Auswärtssieg übernahm die Steffen-Elf den ersten Platz der Gasttabelle und verbesserte sich in der Gesamtwertung vorübergehend auf einen sensationellen fünften Platz. So unbekümmert, wie die Elversberger derzeit aufspielen, können sie noch so manchem Gegner ein Bein stellen.