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Terodde fehlt gegen Heidenheim: Auch Dudziak beim HSV fraglich

© IMAGO / Revierfoto

Mit einem 2:0-Sieg gegen Bochum setzte der Hamburger SV in seiner Schwächephase ein wichtiges Ausrufezeichen im Aufstiegskampf. Beim Heimspiel gegen Heidenheim muss die Mannschaft von Daniel Thioune aber direkt nachlegen. Fehlen werden aber sowohl der beste Torjäger, als auch der beste Vorbereiter. Die Verantwortung will der Cheftrainer auf verschiedene Schultern verteilen.

"Breite des Kaders ist gut"

Unter der Woche gab es einen Verdachtsfall auf das Coronavirus beim Hamburger SV, welcher sich tags darauf ausgerechnet bei Top-Torjäger Simon Terodde bestätigte. Der 20-fache Torschütze der aktuellen Saison befindet sich weiterhin in häuslicher Quarantäne, sodass er für die Partie gegen Heidenheim (Samstag, 13 Uhr) keine Option sein wird. Angepfiffen wird das Spiel überhaupt erst deswegen, weil die Infektion bei Terodde ein Einzelfall war. Dennoch muss Cheftrainer Daniel Thioune wohl auch auf David Kinsombi (muskuläre Probleme) und Jeremy Dudziak (Schulterverletzung) verzichten.

Beim Top-Vorbereiter der Hamburger gibt es noch Hoffnungen, dass er bis zum Anpfiff rechtzeitig fit wird. Dudziak legte bislang acht Treffer auf, weswegen sein Ausfall ebenfalls schwerwiegend wäre. "Jede Herausforderung ist auch eine sehr große Chance", gab sich Thioune optimistisch, dass er im Ernstfall aber beide Tor-Garanten ersetzen kann. Dabei setzt der Übungsleiter auf das Engagement derjenigen, die zuletzt nicht die erste Wahl waren: "Die Breite des Kaders ist gut und wir werden die offenen Positionen besetzen. Es sind einige Jungs, die wenig Platzzeit hatten und sich jetzt zeigen wollen."

Formstarker Gegner erwartet

Die Verantwortung soll an der Elbe auf mehrere Schultern verteilt werden, genauso auch der Druck. Nach fünf sieglosen Spielen war dieser vor dem Spiel in Bochum wieder einmal enorm, doch der HSV hielt stand und kämpfte sich erfolgreich aus der Schwächephase heraus. Gegen Heidenheim müssen die Elbstädter nun bestätigen, dass es nicht nur ein kurzes Aufbäumen war. "Der Jubel nach dem 2:0 hat gezeigt, dass wir alle zueinanderstehen", glaubte Thioune an den Zusammenhalt in seiner Mannschaft, der sich auch durch die Drucksituation verstärken kann. Im Laufe der Woche fühlte er sich bestätigt: "Das habe ich auch in dieser Trainingswoche gemerkt. Auf dem Ergebnis aus Bochum wollen wir uns nicht ausruhen."

Mit Heidenheim haben die Hamburger nun das Team vor der Brust, welches dem HSV auf der Zielgeraden der letzten Saison die Aufstiegschance raubte. Auch dieses Mal wird es keine leichte Aufgabe, denn Heidenheim kommt mit dem Rückenwind von fünf ungeschlagenen Spielen – also beinahe dem kehrseitigen Programm der Hamburger. "Die jüngsten Ergebnisse und die Platzierung Heidenheims sprechen für sich", warnte daher auch Thioune vor dem Aufeinandertreffen, das einmal mehr zum Schlüsselspiel werden könnte.