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Thioune bedient: "Verdienteste Niederlage der Saison"

© imago images / osnapix

Nach der 0:2-Heimpleite gegen den VfL Bochum findet Osnabrücks Trainer deutliche Worte. Er betont, dass auch der Klassenerhalt noch lange nicht sicher ist.

Ärgerlicher Spielverlauf

Es war nicht das Spiel des VfL Osnabrück: Erst das frühe Eigentor durch Lukas Gugganig, dann der Gegentreffer von Manuel Wintzheimer und kurz vor Schluss noch Anas Ouahims verschossener Elfmeter. Und auch spielerisch waren die Männer von Daniel Thioune nicht überzeugend. "Wir waren in vielen Bereichen nur zweiter Sieger. So auch beim Elfmeter, wo wir die Chance hatten noch einmal zurückzukommen. Kurz gefasst: Sicher die verdienteste Niederlage der Saison", zeigte sich der Coach auf der Pressekonferenz danach angefressen. "Bochum hatte die bessere Mannschaft auf dem Platz, sowohl mit als auch gegen den Ball. Sie haben den frischeren Eindruck gemacht, obwohl auch ihre Spieler in letzter Zeit viele Spiele gemacht haben".

Passspiel war "desaströs"

Auch der Spielbeginn ärgerte den 45-Jährigen. Seine Mannschaft verschlief die ersten Minuten komplett und baute den Gegner damit auf. "Wir haben gleich nach 20 Minuten 0:5 Ecken gegen uns gehabt. Wenn wir den Ball dann mal hatten, haben wir ihn gleich wieder verloren", legte Thioune nach. Das Passspiel sei in dieser Phase "desaströs" gewesen. "Wir haben viele Bälle einfach ins Aus gespielt. Wir waren von Beginn an überhaupt nicht drin." Gegen Ende der Partie entfachte der Aufsteiger dann etwas mehr Druck, doch auch das führte nicht zum Erfolg. Auch Thioune dachte in den letzten Minuten, "dass hier noch was gehen könnte. Wäre der Elfmeter reingegangen, hätten wir vielleicht noch einmal hochfahren können. Aber wir haben uns ja dann auch keine Chancen mehr erspielt. Das Spiel ging dann so zu Ende, wie es begonnen hat."

"Schneckenrennen bis zum 34. Spieltag"

Damit verpasste es der VfL, sein Punktekonto auf 38 Zähler aufzustocken. Stattdessen steht man nun auf Rang 14 und hat vier Punkte Vorsprung auf Wehen Wiesbaden, das durch seinen Sieg in Kiel nun den Relegationsplatz innehat. Thioune erinnerte daran, dass der Klassenerhalt noch nicht perfekt ist: "Wir müssen uns jetzt schütteln. Das ist ein Schneckenrennen, es kann bis zum 34. Spieltag so gehen. Entsprechend müssen wir am Dienstag in Hamburg ein anderes Gesicht zeigen". Für den Hamburger SV geht es nach wie vor um den Aufstieg in die Bundesliga. Einfacher wird die Aufgabe für die Osnabrücker also nicht.