Thioune vor HSV-Wiedersehen weiter mit Personalfragen beschäftigt
Bei Fortuna Düsseldorf überwiegen vor dem Spiel gegen den Hamburger SV weiter die Personalfragen. Coach Daniel Thioune, der sich mittlerweile freitesten konnte, blickt dabei gelassen auf das Wiedersehen mit seinem Ex-Klub.
Sobottka und Pledl fehlen
Trotz unzähliger Rückkehrer musste Daniel Thioune auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den Hamburger SV erst einmal seiner Chronistenpflicht nachkommen – und diese sollte sich ausführlicher zeigen als gewöhnlich, fehlte doch zuletzt der Großteil des gesamten Kaders. Nicht freitesten und damit definitiv fehlen werden dem 47-Jährigen Kapitän Marcel Sobottka und Flügelspieler Thomas Pledl. Vor allem der Ausfall von Mittelfeldmotor Sobottka wiegt schwer, absolvierte der 27-Jährige doch bereits 19 Spiele auf zentraler Position in der Saison. Auch Nebenmann Jakub Piotrowski fehlt nach seiner fünften gelben Karte gegen Paderborn, als er als Innenverteidiger auflief.
Doch auch die Freigetesteten sind nicht alle gleich wieder bereit für die Startelf. "Final kann ich noch gar nicht sagen, wer von den Rückkehrern dann wirklich auch wieder zum Einsatz kommen wird", musste Thioune feststellen. So haben die Spieler "unterschiedliche Verläufe der Krankheit" durchlebt. Beispielsweise Stürmer Hennings konnte bisher noch keine Trainingseinheit wahrnehmen, da er "kardiologisch untersucht" werden musste, wie Thioune offenbarte. Ob der Angreifer eine Option gegen den HSV darstellt, bleibt damit offen.
"Keine verbrannte Erde"
Trotz aller Widrigkeiten in der vergangenen Woche schlug sich die Fortuna mehr als beachtlich und erkämpfte sich gegen Paderborn ein überraschendes 1:1 – wobei sogar mehr möglich gewesen wäre als der eine Punkt. Jedoch sei für den Trainer "so eine Situation und so ein Zusammenhalt mehr wert als Punkte", wie er befand. Dementsprechend habe das Spiel den Düsseldorfern "mehr gebracht als einen Punkt." So hätten sich die Spieler aus der zweiten Reihe "auf dem Platz zerrissen". Herausheben wollte er dabei die Youngster Takashi Uchino und Tim Köther, die 90 Minuten die rechte Seite beackerten und nun Hoffnungen haben dürfen, auch weiter zur ersten Mannschaft zu gehören. "Sie sind im Qualifying für den Kader am Samstag", versicherte Thioune.
Für Thioune ist das Spiel gegen den Hamburger SV dabei kein alltägliches. Zwischen 2020 und 2021 stand der Ex-Osnabrücker in 32 Spielen an der Seitenlinie der Rothosen, ehe er im Februar bei Düsseldorf übernahm – und seitdem ungeschlagen agiert. "Ich habe in Hamburg keine verbrannte Erde hinterlassen und freue mich auf einige bekannte Gesichter", blieb der Übungsleiter gelassen. Viel mehr freue er sich auf "ein Heimspiel vor toller Kulisse". Mit einem Sieg könnte die Fortuna einen gewaltigen Sprung machen, in die obere Hälfte des Tableaus rutschen und damit den Abstiegskampf eindeutig erleichtern. Nötig wird hierbei, dass die Rückkehrer eine ähnliche Moral zeigen, wie all diejenigen, die sie letzte Woche ersetzten.