Torsten Lieberknecht: "Unglaubliche Moral“
Vom Gastspiel beim bisherigen Spitzenreiter SC Freiburg kehrte Eintracht Braunschweig mit einem Punktgewinn nach Hause. 2:2 hieß es am Ende, nachdem die Gäste bereits mit 0:2 in Rückstand lagen. Die Tore schossen Vincenzo Grifo (15.) und Nils Petersen (38.) auf Freiburger Seite. Braunschweig profitierte von einem Eigentor des SC-Verteidigers Mensur Mujdza (52.). Wenig später besorgte Salim Khelifi (62.) – wie schon gegen Heidenheim – den Endstand.
Bis zur Halbzeit sah es im Schwarzwaldstadion so aus, als würde sich die Horrorserie des BTSV gegen die Breisgauer fortsetzen. In der 2. Bundesliga trafen die beiden Teams bisher insgesamt 19 Mal aufeinander. Die einzigen beiden Siege der Eintracht datieren aus dem Jahr 1986. Ansonsten gab es für die Niedersachsen gegen den SCF so gut wie nichts zu holen. Sechs Unentschieden und elf Niederlagen setzte es für die Löwen. Aus den jüngsten acht Duellen in Liga und Pokal gelang der Eintracht genau ein Tor und ein Punkt.
Nach dem Flugkopfball durch Freiburgs Top-Torjäger Nils Petersen zum 2:0 hätten wohl nur die Optimisten unter den Eintracht-Fans noch damit gerechnet, dass die Serie ausgerechnet an diesem Sonntag gestoppt werden würde. Zumindest teilweise. "Das 0:2 noch aufzuholen, zeugte von unglaublicher Moral“, war Torsten Lieberknecht von der Vorstellung seines Teams speziell in den zweiten 45 Minuten begeistert. "Wir waren auch in der ersten Halbzeit gut im Spiel. Das Freistoß-Gegentor hat uns dann rausgebracht“, spielte Interims-Kapitän Ken Reichel auf den durch Orhan Ademi abgefälschten Freistoß des Freiburgers Grifo nach einer Viertelstunde an.
"Für beide Teams war heute mehr möglich"
In der Tat: Im Gegensatz zum letzten Auftritt im Heimspiel gegen Heidenheim entwickelte sich von Beginn an ein munteres Spiel mit zahlreichen Torszenen und Chancen auf beiden Seiten. Beleg dafür: Die Gastgeber trafen noch zwei Mal das Aluminium, Braunschweig setzte in Person von Nik Omladic einen Freistoß an die Latte. Lieberknecht: „Man muss beiden Mannschaften ein großes Lob aussprechen, zum Ende oder englischen Woche noch einmal so ein Spiel abzuliefern. Für beide Teams war heute mehr möglich.“
In der Schlussphase, als die Freiburger auf den Sieg drängten, konnten sich die Gäste einmal mehr auf ihren Torhüter Rafal Gikiewicz verlassen, der mehrfach gut reagierte und entsprechendes Lob von den Mitspielern erfuhr: „Auf ihn ist zurzeit immer Verlass, ein super Rückhalt“, sagte Mittelfeldspieler Adam Matuschyk. Am nächsten Wochenende kommt es in Braunschweig zum „Löwen“-Duell. Am Sonntag gastiert der TSV München 1860, der gegen Duisburg seinen ersten Saisonsieg einfuhr, an der Hamburger Straße.