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Trainerposten in Aue: Welche Chancen hat der Klub für Hensel?

© IMAGO / Picture Point

Im letzten Heimspiel wäre FCE-Interimstrainer Marc Hensel beinahe der große Coup mit einem Sieg gegen den Hamburger SV gelungen. Nun muss der 35-Jährige erst einmal Aufbauarbeit in den Köpfen seiner Spieler leisten. Ob Hensel danach jedoch wieder an die Seitenlinie zurückkehren darf, ist offen. Der Klub kämpft um eine Lösung.

Hensel ohne nötige Lizenz

Das Experiment mit Cheftrainer Aliaksei Shpileuski wurde im Erzgebirge nach acht Partien beendet. Vor 13 Tagen übernahm Co-Trainer Marc Hensel interimsweise das Ruder – und eigentlich würde der FCE mit dem vielversprechenden Trainertalent weitermachen. Denn in den Spielen gegen Regensburg (2:3) und Hamburg (1:1) waren bereits Fortschritte zu erkennen. "Das ist so brutal für die Jungs. Sie haben fantastisch gearbeitet. Aber wir haben aus diesen zwei Spielen einen Punkt statt vier Punkte bekommen", unterstrich Hensel gegenüber der "Bild"-Zeitung.

Nach dem unglücklichen Last-Minute-Eigentor von Dirk Carlson muss Hensel seine Mannschaft wieder aufbauen. Allerdings ist fraglich, ob der 35-Jährige danach weiterhin an der Seitenlinie stehen darf. Hensel hat die Trainer-A-Lizenz, welche ihn jedoch nicht für einen Cheftrainerposten berechtigt. Lediglich 15 Werktage darf der Coach interimsweise die Geschicke lenken, danach greifen die Regularien. Sollte Aue planen, aus dem Interimstrainer eine Dauerlösung machen zu wollen, benötigt es eine Zusage vom Deutschen Fußball-Bund.

Teamchef-Modell im Erzgebirge?

Der DFB müsste ihn dieem Fall garantieren, dass Hensel im kommenden Jahr den Lehrgang für die Fußballlehrer-Lizenz absolvieren darf. Für den Halbtags-Lehrer am Auer Clemens-Winkler-Gymnasium wäre es ein wichtiger Karriereschritt – doch für den FCE derzeit eine große Unsicherheit in der Planung. Am heutigen Montag sollen sich die Verantwortlichen des Klubs mit Hensel über die Zukunft unterhalten, denn schon am Donnerstag läuft die Interims-Befristung aus. Möglicherweise plant Aue, dass offiziell ein anderer Cheftrainer angestellt wird – aber Hensel in Zukunft gleichberechtigt als Teamchef arbeiten soll. Ähnliche Modelle gab es zuletzt in der 3. Liga beim KFC Uerdingen.