Traumtor per Fallrückzieher: Rostocks Verhoek ärgert Ex-Klub

Der F.C. Hansa Rostock hat die 0:4-Schlappe beim SV Darmstadt 98 erstaunlich gut weggesteckt. Im Nordduell gegen den FC St. Pauli waren die Hanseaten zu fast jeder Zeit Herr im Hause. Stürmer John Verhoek verzückte die Zuschauer mit einem Traumtor. 

Balsam für die Stürmerseele

Es ist ja ohnehin für jeden Fußballer etwas Besonderes, ein Tor gegen den Ex-Verein zu schießen. Als John Verhoek in der 17. Minute das  2:0 gegen den FC St. Pauli erzielte, hatte er jedoch gleich doppelten Grund zur Freude. Denn der Treffer war einer der Kategorie "Traumtor".  Kai Pröger flankte nach einem Doppelpass in die Mitte. Dort stand Verhoek frei und setzte zu einem akrobatischen Fallrückzieher aus zehn Metern an. Torwart Dennis Smarsch flog zwar in die richtige Ecke, konnte aber auch nichts gegen den platzierten Ball ausrichten.

Und es war auch ein wenig Balsam für die geschundene Stürmerseele, denn Verhoek musste sich nach einigen torlosen Spielen zuletzt den ein oder anderen negativen Kommentar gefallen lassen. Hansa-Trainer Jens Härtel konnte sich jedenfalls nach Schlusspfiff eine kleine Botschaft an die Kritiker nicht verkneifen: "Wenn ein Stürmer lange in der Kritik steht, dann macht er entweder ein Eiertor oder er erzielt einen schönen und spektakulären Treffer. Das Spektakuläre ist dann natürlich besser und hilft ihm und uns, an die Sache einen Haken zu machen." Doch es war nicht nur Verhoek, sondern die gesamte Mannschaft, die komplett überzeugte. "Wir haben vieles besser umgesetzt als in der vergangenen Woche in Darmstadt", zeigte sich Härtel zufrieden. Bereits in der 4. Minute brachte Kai Pröger seine Elf mit einem Rechtschuss auf die Siegerstraße: "Man sieht, das so ein frühes Tor einer Mannschaft nochmal einen Pusch gibt und zusätzliches Selbstvertrauen aufbaut."

"2:0 ist ein unangenehmes Ergebnis"

Das wohl einzige Manko an dem Tag war wohl der Umstand, dass Rostock es versäumte, ein drittes Tor nachzulegen. In der 31. Minute verpasste Pröger frei vor dem Tor die Möglichkeit zum 3:0. "Dann hätten wir etwas mehr Ruhe gehabt. Ein 2:0 ist immer ein unangenehmes Ergebnis. Bis in die Endphase hinein war ich extrem angespannt", so Härtel. Wirklich in Gefahr geriet seine Mannschaft jedoch nicht mehr. "In der Hinsicht haben wir einen Schritt nach vorne gemacht", freute sich der Trainer.

Auf den Rängen blieb es übrigens bis auf einen Zwischenfall friedlich. Nach einem Böllerwurf auf der Rostocker Ultra-Tribüne verletzten sich nach Angaben der Polizei sieben Personen. Die An-und Abreise der Hamburger sei jedoch ohne nennenswerte Vorkommnisse verlaufen.  Rein sportlich steht für Hansa Rostock am kommenden Samstag ein weiteres wegweisendes Spiel an. Um 13 Uhr gastiert das Härtel-Team beim Karlsruher SC, der sich nach dem 3:2 gegen den SV Sandhausen und dem 6:0 beim SSV Jahn Regensburg im Aufwind befindet.

 

 

 

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