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Trotz 0:2 gegen den HSV: Nürnbergs Klauß sieht "ausgeglichenes Spiel"

imago images / Zink

Gegen den Hamburger SV musste der verletzungsgeplagte 1. FC Nürnberg am Samstagabend seine dritte Saisonpleite einstecken. Dabei machten die Clubberer über weite Teile der Partie ein gutes Spiel, zeigten sich vor dem gegnerischen Tor aber nicht so kaltschnäuzig wie die Norddeutschen. Entsprechend groß war die Enttäuschung nach Abpfiff bei Trainer Robert Klauß und seinen Spielern. 

Nürnberg geht trotz gutem Spiel leer aus

Als hätte der 1. FC Nürnberg in der recht jungen Saison nicht schon mit genügend verletzungsbedingten Ausfällen zu kämpfen, haben sich die Sorgen am Samstagabend im Spiel gegen den Hamburger SV noch einmal vergrößert. Zunächst musste der Club vor dem Anpfiff die Verletzung von Taylan Duman bekanntgeben, der sich im Abschlusstraining einen Innenbandriss im Sprunggelenk zugezogen hatte, und dann fielen während der 90 Minuten auch noch Fabian Nürnberger (Sturz auf den Ellenbogen) und James Lawrence (Tritt auf die Achillessehne) aus. Dennoch zeigte der 1. FCN gegen den HSV eine durchaus ansprechende Leistung, die beim 0:2 aber nicht belohnt wurde.

"Ich habe ein sehr ausgeglichenes Spiel gesehen – ähnlich wie es letzte Saison im März hier war. Damals hatten wir das bessere Ende für uns, dieses Mal ging es an den HSV. In so einem engen Spiel entscheiden kleine Momente", resümierte nach Schlusspfiff FCN-Coach Robert Klauß, dessen Team nach einem Eckball durch einen Treffer von Mario Vuskovic in Rückstand geraten war (37.). Gerade nach der Pause drängte der Club dann auf den Ausgleich, blieb in seinen Bemühungen aber erfolglos und kassierte in der Nachspielzeit schließlich noch das 0:2 durch Robert Glatzel (90.+2).

Daferner zeigt sich selbstkritisch

"Der HSV hat seine wenigen Chancen eiskalt genutzt, wir unsere nicht. Sie waren heute kaltschnäuziger", meinte Christoph Daferner, der selbst mehrfach für Gefahr sorgte, in der 49. Minute aus kurzer Distanz aber zu unglücklich agierte und den möglichen Ausgleich damit vergab. "Ich muss aus meinen Chancen mehr machen, das ärgert mich sehr. Insgesamt wäre heute mehr drin gewesen, es war nicht alles schlecht, aber am Ende stehen wir ohne Punkte da", so der 24-jährige Stürmer selbstkritisch.

Der Vorjahres-Achte findet sich nach sechs Spieltagen und drei Niederlagen somit erst einmal in der unteren Tabellenhälfte wieder und belegt aktuell Platz 12. Am kommenden Freitag (18.30 Uhr) könnte auswärts bei Schlusslicht Braunschweig allerdings ein Schritt nach oben gelingen, wobei abzuwarten bleibt, welches Personal Klauß dann  zur Verfügung stehen wird.