Trotz Niederlage: Fiel lobt Teamleistung

Im ersten Ligaspiel nach der Trennung von Trainer Uwe Neuhaus unterlag die SG Dynamo Dresden dem 1. FC Heidenheim mit 1:3. Dennoch zeigte sich Interims-Trainer Christian Fiel zufrieden.
Dresden spielerisch stark
"Für mich war wichtig, dass die Jungs rausgehen und für sich alles raushauen", erklärte Christian Fiel im Anschluss an die Heimniederlage (1:3) der SG Dynamo Dresen gegen den 1. FC Heidenheim: "Für mich haben sie das heute getan." Die Einstellung stimmte. Das Ergebnis – für den aktuellen Dynamo-Trainer erst einmal zweitrangig: "Ich schicke die Jungs heute mit einem guten Gefühl nach Hause. Ich weiß, dass im Fußball nur die Ergebnisse zählen, dafür war ich lange genug dabei. Aber nochmal: Ich hab ihnen zu der Leistung, die sie heute gebracht haben, gratuliert."
Und tatsächlich: Die Mannschaft zeigte sich spielfreudig, kämpferisch, wach. Ansätze eines Trainereffekts? "Er hat viele Gespräche geführt. Er hat gesagt, wir müssen geil auf den Ball sein, uns in jeden Zweitkampf werfen, mehr laufen. Wir sollten Freude drauf haben, den Ball zu haben und nicht gleich wieder zu verlieren", berichtete Patrick Ebert gegenüber Dynamo TV am Tag nach dem Spiel. Frust war trotzdem dabei: "Die Enttäuschung war groß. Wir gehen durch zwei Standardtore in Rückstand. Von Anfang an haben wir den Ball gut laufen lassen, jeder Spieler wollte den Ball haben und war anspielbereit."
Kulisse überragend - und übertönend
So auch Moussa Koné, der die Gästeführung durch Elfmeter postwendend ausglich (38.) – vermeintlich. Denn der Schiedsrichter entschied fälschlicherweise auf Abseits und erkannte den Treffer ab: "Schade, dass das Tor von Moussa nicht gezählt hat", befand Philip Heise, der die Niederlage aber vor allem im direkten Gegentor (69.) nach dem tatsächlichen Anschlusstreffer durch Berko (68.) sah: "Das darf einfach nicht passieren, dass wir direkt nach dem Anstoß das 3:1 kassieren, vor allem, weil wir am Drücker waren. Wir hätten auf jeden Fall den Ausgleich machen können, aber uns hat die Cleverness gefehlt."
Die Leistung und auch das Publikum in Dresden wären einem Punktgewinn der Mannschaft jedenfalls angemessen gewesen: "Es ist überragend, vor so einer Kulisse zu spielen", fand Ebert. Ein neues Gefühl für den 90 Minuten lang stehenden Trainer Fiel: "Ich glaube, dass ich den Spielern heute nicht auf den Sack gegangen bin, weil sie mich nicht gehört haben. Die U17 hört mich halt, das ist ein großer Unterschied. Es ist schwer, wenn das Spiel läuft, etwas an die Jungs zu bringen. Man versucht es, aber wenn da so eine Lautstärke unter dem Dach ist, ist das schwer." Eine Veränderung war dennoch auszumachen. Ob sich diese fortsetzt? Als nächstes empfängt Dynamo Dresden den Hamburger SV.