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Trotz Pleite: Tür zur Bundesliga für Paderborn weit offen

Es war eine ärgerliche 0:2-Niederlage, die der SC Paderborn am Freitagabend im Nachbarschaftsduell bei Arminia Bielefeld hinnehmen musste. Doch Auswirkungen hatte die Pleite nicht, stattdessen steht die Tür zur Bundesliga nun weit offen.

Aufstieg schon am Sonntag?

Auch wenn sich die rund 3.500 mitgereisten SCP-Fans auf der Bielefelder Alm am Freitagabend ärgerten: Am Wochenende durften sie dann doch jubeln. Zunächst am Samstag, als der Hamburger SV dem FC Ingolstadt mit 0:3 unterlag, und dann auch am Sonntag, weil sich Union Berlin mit 1:2 beim SV Darmstadt 98 geschlagen musste. Somit hatte die erste Paderborner Niederlage nach zuvor fünf Siegen aus sechs Spielen keine Auswirkungen auf die Tabelle.

Zwei Spieltage vor Saisonende grüßt der Aufsteiger weiterhin vom zweiten Tabellenplatz und darf somit vom direkten Durchmarsch träumen. Und bereits am kommenden Sonntag könnte der Traum Wirklichkeit werden. Denn gewinnt der SCP sein Heimspiel vor ausverkauftem Haus gegen den Hamburger SV und Union Berlin verliert zeitgleich gegen den 1. FC Magdeburg, würde Paderborn vier Punkte vor dem Relegationsplatz liegen – und wäre damit aufgestiegen.

"Ein Spiel verloren. Ja und?"

Druck hat der SCP im Gegensatz zu den seit sieben Spielen sieglosen Hamburgern nicht. Auch die Niederlage in Bielefeld sorgte keineswegs für schlechte Stimmung. "Wir haben am Freitag in Bielefeld ein Spiel verloren. Ja und? Deshalb bleiben wir trotzdem unserem Fußball treu und werden sehen, was dabei herauskommt", ist Manager Markus Krösche im "Westfalen Blatt" um Gelassenheit bemüht.

Auch Trainer Steffen Baumgart war unmittelbar nach dem Spiel "nicht enttäuscht. Die Jungs haben gut gearbeitet." Soll es am Sonntag aber zum Sieg gegen den HSV reichen, muss die Offensive wieder besser zünden. Gegen Bielefeld vergab der zweitbeste Angriff der Liga gleich mehrere Hochkaräter. "Da wurden uns beste Möglichkeiten auf einem Silbertablett serviert. Wir haben die Geschenke aber nicht angenommen", meint Hünemeier in der Zeitung. Die gute Nachricht: Stürmer Sven Michel, der am Freitag nach seiner Einwechslung eine Platzwunde erlitt, dürfte bis Sonntag wieder fit sein.

Zwei Spieltage vor Saisonende hat der SC Paderborn den direkten Durchmarsch selbst in der Hand – und mindestens die Relegation wäre bei einem Sieg gegen HSV auf jeden Fall sicher. Glänzende Aussichten für den Verein, der vor zwei Jahren nach dem sportlichen Abstieg aus der 3. Liga zwischenzeitlich vor einem Scherbenhaufen stand.