"Umkämpftes Spiel": Sieg des Willens für den VfL Osnabrück

Der VfL Osnabrück ist unter Trainer Marco Grote in dieser Saison weiterhin ungeschlagen. Der 2:1-Sieg gegen Sandhausen am Samstag bedeutete gar den Sprung in die obersten Gefilde der Tabelle. Die Beteiligten fanden nach dem Spiel mehrere Gründe für den Lauf.

Doppelschlag als Dosenöffner

Dass den VfL Osnabrück vor der Spielzeit nach dem Abgang von Daniel Thioune nicht jeder auf dem Zettel hatte, kann wohl keiner leugnen. Dennoch zeigen die Lila-Weißen Woche für Woche starke Leistungen. "Wir wissen natürlich, dass von draußen vor der Saison der Eindruck entstanden ist, dass wir vielleicht einer der ersten Abstiegskandidaten sein könnten", reflektiert auch VfL-Verteidiger Maurice Trapp.

Doch auch am Samstag beim 2:1-Sieg gegen den SV Sandhausen konnte der vermeintliche Abstiegskandidat erneut überzeugen. Kurz vor dem Pausenpfiff schlugen die Hausherren im menschenleeren Stadion an der Bremer Brücke gleich doppelt zu und stellten die Weichen auf dreifachen Punktgewinn (41. / 43.). "Zwei Tore kurz vor der Pause sind kein schlechter Zeitpunkt. Ich denke auch nicht, dass das unverdient war", analysierte Thioune-Nachfolger Marco Grote auf der anschließenden Pressekonferenz.

"Jedes Spiel mit dem Willen zum Sieg"

Doch der Doppelschlag alleine bedeutete nicht den Sieg. Nach dem Anschlusstreffer der Sandhäuser durch Behrens (61.) wurde es gar nochmal wackelig, dennoch zeigten sich der VfL in großem Maße stabil. "Wir als Mannschaft gehen in jedes Spiel mit dem Willen zum Sieg und wollen jetzt auch weiterhin ungeschlagen bleiben", gibt Trapp Aufschlüsse über die Einstellung des Teams. Auch dass das Team die Quarantäne in der vergangenen Zeit so weggesteckt habe und nun weiter erfolgreich spiele, zeige "was uns als Mannschaft ausmacht. Es stimmt einfach innerhalb der Truppe", so 2:0-Torschütze Bashkim Ajdini.

"Ich finde das ziemlich unglaublich"

Aus der entstandenen Englischen Woche nehmen die Osnabrücker somit fünf Punkte aus drei Spielen mit – eine beachtliche Quote auch unabhängig der Begleitumstände. Auch Außenverteidiger Ken Reichel gab ob dieser Ausbeute an, den "Hut vor der Mannschaft zu ziehen". Trainer Grote kommt bei der Leistung seiner Mannen beinahe ins Schwärmen: "Ich finde das ziemlich unglaublich, was die Mannschaft in den drei Spielen läuferisch, kämpferisch, fußballerisch im Zusammenhalt geleistet hat."

So steht der VfL Osnabrück nach dem "umkämpften Spiel", wie es der Trainer angesichts von 29 Fouls nicht unzutreffend bezeichnete, auf dem dritten Platz der Tabelle. Dies kann sich bei entsprechenden Ergebnissen von Hannover 96 und dem VfL Bochum zwar noch ändern, doch zehn Punkte nach sechs Spielen bleiben eine gute Ausbeute. Mit dem gezeigten Willen und einer nun größeren Pause bis zum kommenden Sonntag scheint auch der anstehende Trip nach Regensburg nicht aussichtslos.

 

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