"Unbeschreibliches Gefühl": Altintop über seinen Last-Minute-Treffer

Bundesliga-Absteiger SV Darmstadt 98 hat das Siegen auch unter seinem neuen alten Trainer Dirk Schuster verlernt. Das 1:1 beim Tabellennachbarn aus Fürth war bereits das zwölfte sieglose Spiel in Folge. Die Lilien überwintern auf dem Relegationsplatz und haben drei Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Immerhin sorgte der Ausgleich in buchstäblich letzter Sekunde dafür, dass die Fürther in der Tabelle nicht am SVD vorbeizogen.
Lilien sorgen für Gefahr
Die Schuster-Elf war im ersten Durchgang zunächst die bessere Mannschaft und kam früh durch Stürmer Felix Platte zu zwei Kopfballmöglichkeiten. Die Lilien agierten kompakt, auch die Abwehr stand gut und ließ in einem kampfbetonten Spiel zweier nervös agierender Teams nicht viel zu. "Defensiv standen wir stabil und haben im Umschaltspiel für viel Gefahr gesorgt“, wird Lilien-Cheftrainer Dirk Schuster auf der Vereinshomepage zitiert. Fürth kam anschließend etwas besser ins Spiel. Als alles nach einem torlosen Remis zur Pause aussah, kassierte der SVD doch noch das 0:1. „Dann gehen wir durch einen schönen Freistoß in Rückstand, da kann man wenig machen, das sah auch einstudiert aus“, ärgerte sich Schuster.
SVD belohnt sich mit Ausgleich in letzter Sekunde
Nach der Pause erhöhte sein Team den Druck und erspielte sich gerade in der Anfangsphase ein paar Torchancen. „Wir haben heute wieder kompakter agiert, die Grundordnung war etwas defensiver, und so haben wir auch kaum etwas zugelassen“, sagte Verteidiger Immanuel Höhn nach dem nervenaufreibenden Spiel. Aufopferungsvoll kämpfende Darmstädter drängten auf den Ausgleich während der Gegner vor allem über Konter gefährlich wurde. Die Lilien versuchten alles und belohnten sich schließlich doch noch mit dem Ausgleich durch Mittelfeldroutinier Hamit Altintop. "Der Ball sollte scharf in die gefährliche Zone, schlussendlich ist er im Tor runtergekommen. Also dort, wo er zuvor nicht reinfallen wollte. Das war nicht so gewollt, aber trotzdem ein unbeschreibliches Gefühl", freute sich der glückliche Torschütze. Der späte Ausgleich war dennoch verdient. "Das Tor mag glücklich sein, aber man muss das Glück auch erzwingen. Und nach den vergangenen Wochen haben wir uns dieses Glück auch mal verdient“, meinte Kapitän Aytac Sulu.