Union auf Rang drei, Rückschläge für Cottbus und Bielefeld

Am Freitagabend  startete die 2. Bundesliga in den 22. Spieltag. Dabei wurde Union Berlin seiner Favoritenrolle gerecht und setzte sich gegen den FSV Frankfurt mit 2:0 (1:0) durch und steht aktuell auf dem dritten Rang. Arminia Bielefeld musste nur wenige Tage nach der 0:4-Derby-Niederlage den nächsten Rückschlag hinnehmen. Das Team von Stefan Krämer unterlag dem FC Ingolstadt mit 0:2 (0:0). Energie Cottbus scheint so langsam aber sicher für die Dritte Liga planen zu können. Die Lausitzer unterlagen Erzgebirge Aue mit 2:3 (1:3).

Union siegt dank Kapitän Mattuschka

Die Berliner starteten dominant in die Partie und hatten nach einer Viertelstunde 66 Prozent Ballbesitz und 7:1 Torschüsse vorzuweisen. Dennoch konnte sich die Mannschaft von Trainer Uwe Neuhaus nur selten wirklich gefährlich vor das Tor von Gäste-Keeper Patric Klandt spielen. Gerade als die Frankfurter sich scheinbar etwas vom Druck der Köpenicker befreien konnten, zeigte Schiedsrichter Sascha Stegmann nach einem Foulspiel von FSV-Kapitän Björn Schlicke an Simon Terodde auf den Punkt. Union-Spielführer Torsten Mattuschka ließ sich die Möglichkeit nicht nehmen und traf zur verdienten 1:0-Führung (37.). Die Gäste mussten mehr in die Offensive investieren, kamen aber zu keinen Chancen.

Auch nach der Pause waren die Unioner die bessere Mannschaft. Nach einer Stunde wurde Klandt durch Sören Brandy geprüft. Den Schuss des Rechtsaußen konnte der 30-Jährige gerade noch mit den Fingerspitzen über das Tor lenken. Eine Viertelstunde vor dem Abpfiff erlöste Fabian Schönheim die Hausherren. Nach einem tollen Hacken-Zuspiel von Mattuschka blieb er cool und entschied die Partie (76.).

Bielefeld zu harmlos gegen Ingolstadt

Die Partie begann sehr abwartend, beiden Mannschaften mangelte es an Ideen, um die Defensivreihe des Gegners in Verlegenheit zu bringen. Zudem musste Arminia-Coach Stefan Krämer seinen Kapitän Manuel Hornig bereits nach elf Minuten verletzungsbedingt auswechseln, für ihn kam Felix Burmeister. Auch in der Folge blieb das Niveau des Spiels sehr überschaubar. Lediglich Thomas Hübener konnte mit einem  Lattentreffer aus knapp 20 Metern erstmals für Gefahr sorgen (22.). Die Gäste aus Ingolstadt nahmen das Zepter nach und nach in die Hand, blieben jedoch meist harmlos.

Nach dem Seitenwechsel dauert es nur sechs Minuten, ehe sich die Ingolstädter für ihre engagiertere Leistung belohnten. Philipp Hofmann brachte den Ball im DSC-Tor unter, nachdem er sich gegen seine Gegenspieler durchgesetzt hatte (51.). Den Gastgebern fiel auch im zweiten Durchgang kaum etwas ein, um in die Nähe des FCI-Gehäuses zu kommen. Auch die Aufforderungen der Fans, sich über den Kampf in das Spiel zu finden, blieben wirkungslos. Stattdessen mussten sich die Blau-Weißen glücklich schätzen, dass die Gäste ihre Konter zu inkonsequent ausspielten. Nach 83 Minuten war es dann jedoch soweit: Nach einem Querpass lupfte Karl-Henz Lappe den Ball zur Vorentscheidung ins Tor. Wenige Momente vor dem Abpfiff verhinderte Stephan Salger auf der Linie das 0:3 (89.)

Cottbus trotz Comeback ohne Punkte

Den Teams war anzumerken, dass sie aufgrund der Tabellensituation nicht vor Selbstvertrauen strotzen. Erst nach knapp zehn Minuten übernahmen die Gäste aus Aue das Kommando und belohnten sich nach 16 Minuten mit der Führung. Nach einer Könnecke-Flanke stand Neuzugang Frank Löning goldrichtig und köpfte zum 1:0 (16.). Nur zwei Zeigerumdrehungen später erhöhte der 32-Jährige auf 2:0. Nach einem Abwehr-Fehler der Lausitzer stand er allein vor Keeper René Renno und ließ diesem keine Chance. (18.). Die Cottbuser waren nun sichtbar angeschlagen und mussten nach 36 Minuten sogar das 0:3 hinnehmen. Nach einem Schuss von Jakub Sylvestr prallte der Ball vom Innenpfosten ins Tor.

Nur drei Minuten nach dem Wiederanpfiff keimte Hoffnung bei den Cottbusern auf. Marco Stiepermann zirkelte den Ball von der Strafraumgrenze aus in das Gehäuse der Auer (48.). Die Mannschaft von Trainer Stephan Schmidt blieb nun weiterhin am Drücker. Nach 70 Minuten gab es einen Strafstoß für Cottbus. Nach einem Foul von Rene Klingbeil an Sven Michel zeigte Schiedsrichter Christian Dietz auf den Punkt. Stiepermann ließ sich die Möglichkeit zum Anschluss nicht nehmen und versenkte ins linke untere Eck. Männel ahnte die Ecke, war jedoch machtlos. Die Bemühungen des Tabellenletzten blieben bis zum Ende jedoch ohne Ertrag, somit blieb es bei der knappen Niederlage, welche die Lage für Cottbus immer aussichtsloser macht.

Die Tabelle

 

FOTO:  Tobias Hänsch // unveu.de

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