Unkonstante Eintracht behält Aufstiegsränge im Blick

Die finale Länderspielpause des Jahres 2015 steht an, die Profiligen unterbrechen ein letztes Mal vor der Winterpause die Vorrunde. Für Eintracht Braunschweig kommt diese Pause gelegen. Nicht nur aus spielerischer Sicht, sondern auch aus personeller. Trainer Torsten Lieberknecht war in den vergangenen Wochen immer wieder dazu gezwungen aufgrund von Verletzungen und Sperren seine Mannschaft umzubauen.

Allen voran fehlte Kapitän Marcel Correia, der nun das spielfreie Wochenende nutzen will, um für den Endspurt in diesem Kalenderjahr wieder fit zu sein. Etwas gedulden muss sich dagegen noch Maximilian Sauer, der sich im Training vor dem letzten Spiel gegen 1860 München einen Muskelfaserriss zuzog und die Ausfallliste verlängert.

Die zahlreichen Umstellungen im Team machten sich auch ergebnis- und spieltechnisch bemerkbar. Bei der Niederlage in Paderborn musste gar Deniz Dogan, Spielertrainer der II. Mannschaft des BTSV, reaktiviert werden und 90 Minuten durchspielen.

Braunschweigs Leistungsschwankungen

Überzeugen konnte die Eintracht in den letzten Wochen nur noch vereinzelt. Dennoch, und das ist die gute Nachricht aus Sicht der Gelb-Blauen, hat man den Anschluss zu den Aufstiegsplätzen gehalten. Allerdings könnten die Niedersachsen bereits mittendrin sein, wenn sie etwas mehr Konstanz zeigen würden. Platz vier und vier Zähler Rückstand auf das punktgleiche Spitzentrio weißt die Tabelle aus. Ebenso viele bzw. wenig Punkte sind es aber auch zu Platz 10, wo derzeit der 1. FC Nürnberg steht – und der Club ist der nächste Gegner der Eintracht.

Doch nicht nur von Spiel zu Spiel zeigen die Löwen Leistungsschwankungen, sondern auch in den Matches selbst. In Freiburg lag man zur Pause mit 0:2 zurück und erreichte noch ein 2:2. Gegen 1860 spielt das Team eine dominante und zielstrebige erste Halbzeit, um anschließend den abstiegsbedrohten Gästen das Zepter im eigenen Stadion zu überlassen. Entsprechend fiel das Fazit vom Lieberknecht aus: „Es waren zwei verschiedene Halbzeiten, in denen beide Teams die Chancen auf den Sieg hatten. Somit bin ich am Ende froh, dass wir die Null gehalten haben.“

Acht Mal hinten zu null – sechs Mal vorne

Die Null zu halten – das schaffte die Eintracht und Schlussmann Rafal Gikiewicz gegen die Münchener zum achten Mal in dieser Spielzeit. Das ist Liga-Bestwert. So stellt der BTSV mit nur elf Gegentreffern weiterhin die stabilste Defensive aller Teams – gemeinsam mit Heidenheim und St.Pauli. Andererseits ging man auch bereits in sechs Partien zu Ende, ohne selbst ein Tor erzielt zu haben.

Hier zeigt sich das Fehlen eines verlässlich treffenden Torjägers. Emil Berggreen ist mit vier Treffern der einzige nominelle Stürmer der sich bislang in die Torschützenliste eintragen konnte. Ihm gelang zwei Mal ein Doppelpack – bei den Kantersiegen gegen Karlsruhe (6:0) und in Duisburg (5:0). Das bedeutet in neun von seinen insgesamt elf Einsätzen blieb er ohne Treffer.

Möglich, dass im Winter auf dieser Position noch einmal nachgebessert wird. Dank des Erreichens der 3. Runde im DFB-Pokal, in der die Löwen am 16. Dezember beim VfB Stuttgart antreten müssen, dürfte ein finanzieller Spielraum für Investitionen in den Kader zur Verfügung stehen.

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