"Unser Problem waren nicht die Fürther": HSV hadert mit sich selbst
Armindo Sieb von der SpVgg Greuther Fürth hat einen Lauf - und auch der Hamburger SV konnte den talentierten Mittelstürmer am Mittwochabend nicht stoppen. Nach der 0:1-Niederlage im Frankenland waren kritische Stimmen laut, dass das eigene Spiel auf dem Rasen vermisst wurde. Der HSV bleibt auf dem zweiten Platz stehen.
"Können nicht jede Woche ein Spiel drehen"
Drei Spiele, drei 1:0-Siege, dreimal durch Armindo Sieb. Der Spieler der Stunde bei den Kleeblättern hat auch dem Hamburger SV in die Suppe gespuckt. Am Mittwochabend steckten die Elbestädter eine 0:1-Niederlage bei Greuther Fürth ein. Selbst Schuld - fand Cheftrainer Tim Walter. "Der Fürther Sieg ist verdient, weil wir es heute nicht geschafft haben, die nötige Energie zu entwickeln und das Spiel an uns zu reißen", analysierte der HSV-Coach nach erster Betrachtung. Auch Torhüter Daniel Heuer Fernandes stimmte zu: "Fürth ist marschiert und hat alles rausgehauen, keine Frage, aber unser Problem waren nicht die Fürther, sondern wir selbst und unser eigenes Spiel."
Auffällig: Zum vierten Mal in Folge kassierte der HSV einen Treffer in der Anfangsviertelstunde. Zweimal konnte die Walter-Elf den Rückstand danach noch drehen, zweimal nicht. Walter betonte: "Wir können auch nicht jede Woche ein Spiel drehen, deshalb müssen wir uns vorwerfen, erneut früh in Rückstand geraten zu sein." Der Ärger über die eigenen Unzulänglichkeiten im Spiel überwog am Ronhof. "Wir haben zu viele Fehler gemacht, haben zu viele lange Bälle gespielt und es war insgesamt einfach kein gutes Spiel von uns", so Walter.
"Nichts hat geklappt, nichts ist geglückt"
Die Mannschaft teilte das Urteil des Cheftrainers. "Als Team haben wir heute nicht die Leistung auf den Platz gebracht, die wir bringen können und die wir bringen wollten. Das war in allen Teilen einfach zu wenig", ergänzte Kapitän Sebastian Schonlau stellvertretend. Und Heuer Fernandes schob nach: "Wir waren heute einfach nicht gut genug, um dieses Spiel gewinnen zu können." Insgesamt war das Fazit des Cheftrainers kurz und bündig: "Nichts hat geklappt, nichts ist geglückt." Somit bleibt der HSV nun vorerst auf dem zweiten Platz hinter Darmstadt stehen. Am Donnerstag können die Lilien schon die Herbstmeisterschaft perfekt machen. Am Samstag (13 Uhr) ist der HSV dann abschließend gegen den SV Sandhausen gefordert, um das Kalenderjahr möglichst ohne frühen Gegentreffer abzuschließen.