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Veerman kommt langsam an: "Ich leg nur noch vor, dann gewinnen wir auch"

Vieles ist noch neu für den 2,01-Meter-Hünen, der sich seit dem Sommer als Stürmer für den FC St. Pauli verdingt: Dennoch hat Henk Veerman sich in der 2. Bundesliga bereits bewiesen – auch, wenn noch nicht alles glatt läuft.

Umstellung für Veerman

Henk Veerman wechselte im Sommer vom SC Heerenveen zum FC St. Pauli. Der Stürmer aus der niederländischen Eredivisie kam bislang zu sieben Einstzen in der 2. Liga, erzielte dabei bereits drei Tore und legte zwei weitere auf. Das Ergebnis harten Trainings – das Veermann in dieser Form noch nicht gewohnt war.

"Was für ein Training, Jesus!", kommentierte der Angreifer gegenüber dem "Kicker" auf die Frage, wie er denn den sogenannten "Shuttle Run", einen Ausdauer-Leistungstest, überstanden habe: "Das war härter, als Vater zu werden. So etwas kenne ich nicht aus den Niederlanden." Auch die physische Stärke der Gegenspieler sei eine Neuigkeit und erfordere eine Umstellung: "Es ist schwieirg, die Zweikämpfe zu gewinnen: Die Spieler sind austrainiert und physisch stärker als in den Niederlanden", so Veerman, dem die neue Aufgabe aber sichtlich Spaß macht: "Ich mag das. Die Mannschaften spielen hier hohes Pressing."

Tore als Unglücksbringer?

Dem Stürmer scheint diese Spielart zu Gute zu kommen: Die Bilanz von fünf Scorerpunkten in sieben Spielen kann sich sehen lassen. Dennoch brachten die Treffer Veermans bisher nur wenig ein: "Jedes Spiel in dem ich getroffen habe, ging verloren." Deswegen strebt der Stürmer augenzwinkernd bereits die nächste Umstellung an: "Das hab ich auch geändert. Ich lege nur noch vor, dann gewinnen wir auch."

Doch zuletzt stand der Angreifer nicht in der Startelf, was vor allem an der großen Konkurrenz bei nur einer Stürmerposition liegt. Von der Bank zu kommen, ist aber auch kein Problem für den Stürmer: "Wenn wir jedes Spiel mit einem Assist von mir in der 90. Minute gewinnen, ist das auch okay. Auch wenn ich mich da erst dran gewöhnen müsste." Seine persönliche Statistik stellt er dabei hintenan: "Wichtig ist, dass man der Mannschaft hilft."

Dann sei mit dem FC St. Pauli alles möglich: "Der HSV ist beispielsweise nicht besser als wir. Wenn wir hart arbeiten und kompakt stehen, können wir jeden schlagen." Das gelte allerdings auch andersherum: "Das Problem ist nur, dass wir auch gegen jeden verlieren können, wenn wir nicht fokussiert und als Mannschaft auftreten."