Verbeek nach Düsseldorf-Pleite: "Selbst schuld"

Der VfL hat durch das 1:2 gegen Fortuna Düsseldorf den dritten Sieg in Folge verpasst.

Mlapa erzielt Führung – Hektische Schlussphase

Die erste Halbzeit war dabei vor allem durch die Defensivarbeit beider Mannschaften gekennzeichnet. Düsseldorf stand tief, lauerte auf Konter. Echte Torchancen sprangen zunächst noch nicht heraus, auch weil beide Abwehrreihen sehr kompakt standen und die Offensive nicht wirklich zur Entfaltung kam. Dann zappelte der Ball aber doch das erste Mal im Fortuna-Netz. Peniel Mlapa überköpfte Gäste-Keeper Rensing, stand dabei aber knapp im Abseits (15.). Auf der anderen Seite dann auch die erste Chance für die Fortuna. Rouwen Hennings setzte zum Kopfball an, VfL-Keeper Manuel Riemann lenkte den Ball aber über den Kasten (19.). Etwas überraschend, was dann zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff passierte. Die Fortunen konnten einen Ball nicht richtig klären, der VfL kam in Person von Nico Rieble zur Flanke, in der Mitte staubte Peniel Mlapa aus dem Gewusel heraus ab (43.). Die Halbzeitführung für den VfL.

Diese sollte allerdings nicht lange währen. Nur drei Minuten nach Wiederanpfiff erziele Rouwen Hennings den schnellen Ausgleich (48.). Das spielte den Gästen in die Karten, die fortan mehr vom Spiel hatten. Insgesamt verflachte die Partie aber nach und nach. Beide Teams hofften auf den Lucky Punch, der den Bochumern auch fast gelang. Der eingewechselte Pawel Dawidowicz köpfte die Kugel aber nur an den Pfosten (77.). Die letzten Minuten sollten es dann in sich haben. Erst holte sich Dominik Wydra nach einem Foul die gelb-rote Karte ab (90.). Als sich alle dann schon mit einem Unentschieden abgefunden hatten, agierte Selim Gündüz ungeschickt im Sechzehner gegen Bebou, weshalb es richtigerweise Elfmeter gab. Der Gefoulte trat selbst an und erzielte in der letzten Minute den 2:1-Endstand.

"Selbst schuld"

VfL-Cheftrainer Gertjan Verbeek war im Anschluss an die Partie dementsprechend enttäuscht über das Ergebnis: "Am Ende waren einige Spieler zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Ein Unentschieden wäre meiner Meinung nach gerechtfertigt gewesen. So muss man sagen: Selbst schuld.“

Unglücksrabe Selim Gündüz gestand nach der Partie selbstkritisch ein: „Ich denke, es war dumm von mir, in der letzten Minute so hinzugehen. Für mich war es ein Elfmeter. Ich muss da nicht hingehen, das war unnötig. Dafür möchte ich mich entschuldigen – bei der Mannschaft und den Fans, die uns bis zur letzten Minute super unterstützt haben. Das nehme ich auf meine Kappe.“

Somit finden sich die Bochumer nach dem Spieltag auf Platz zwölf der Tabelle wieder. Mit drei Punkten Rückstand auf Platz sieben aber mit Kontakt nach oben.  Am kommenden Freitag geht es zum VfB Stuttgart und somit gegen eine Mannschaft die selbst agiert, so wie es auch die Philosophie des VfL ist. Das könnte der Verbeek-Elf dann in die Karten spielen. Schließlich zeigten sie auch in Hannover gegen ein besser platziertes Team ein gutes Spiel. Eine Wiederholung verbunden mit einem positiven Ergebnis würde dem VfL nach der bitteren Düsseldorf-Niederlage sicher guttun.

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"