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VfL Bochum: Dutt hegt Rücktrittsgedanken

Mit einem blauen Auge kam der VfL Bochum am vierten Spieltag der Saison gegen den SV Wehen Wiesbaden mit einem 3:3 davon. Dabei präsentierten sich die Bochumer insbesondere in Durchgang eins desolat und lagen nach 45  Minuten mit 0:3 hinten. Leistungen, aufgrund derer sich Chefcoach Robin Dutt nun offenbar selbst in Frage stellt.

Trainer sieht sich für Misserfolg "hauptverantwortlich"

"Mir liegt es am Herzen, dass ich mich für diese erste Halbzeit hier bei allen Menschen in Bochum entschuldige", leitete Dutt auf der Pressekonferenz unmittelbar nach dem 3:3-Spektakel gegen den Aufsteiger ein. "Ich bin nach 18 Monaten sehr verbunden mit dem Verein und fühle mich auch ein Stück weit verantwortlich für die momentane Situation." Mit 7:10 Toren und nur zwei Zählern aus vier Spielen rangieren die Jungs von der Castroper aktuell auf Rang 16 und präsentierten sich gegen Wiesbaden nicht das erste mal unkonzentriert und wackelig. Zu wenig für die gehobenen sportlichen Ansprüche der Blau-Weißen, weiß auch Dutt: "Wenn meine Mannschaft so auftritt, wie sie heute in der ersten Halbzeit aufgetreten ist, zwei Punkte abliefert und zum Teil wirklich schlechte Leistungen gebracht hat, dann haben wir gewisse Fehleinschätzungen gemacht und für diese Fehleinschätzungen bin ich hauptverantwortlich."

"Emotional angefasster" Dutt stellt die Trainerfrage

Doch anstelle dessen, die Schuld bei seiner Mannschaft zu suchen – Dutt hätte beispielsweise durchaus die krassen individuellen Fehler von Bella Kotchap und Pantovic am heutigen Samstagnachmittag bemängeln können – fasste sich der Übungsleiter an die eigene Nase: "Ich werde morgen das Gespräch mit Sesi (Sportvorstand Sebastian Schindzielorz, Anm. d. Red.) suchen, wo wir uns dann vor allem über meine Position austauschen sollten. Sie merken, dass ich emotional angefasst bin, aber ich will einmal seine Meinung hören und dann sehen wir weiter." Deutliche Worte vom 54-Jährigen, der sich als "gerade heraus" bezeichnet und "nur das Beste für den Verein" wolle. "Ich bin dankbar, dass mich noch niemand von außen angezählt hat", so Dutt weiter, "aber wir dürfen die Situation hier im Moment nicht unterschätzen und es hilft nichts, mit einem angezählten Trainer in die nächsten Wochen zu gehen." Seit seinem Amtsantritt im Februar 2018 hatte Dutt bislang 52 Pflichtspiele für den VfL Bochum an der Seitenlinie gestanden. Womöglich war das Spektakel gegen den SV Wehen Wiesbaden sein letzter Auftritt für den VfL…