VfL Bochum: Fließende TV-Gelder "machen Mut"
Aufgrund der aktuellen Lage fragen sich in den Profiligen viele, wie es mit dem Spielbetrieb, aber auch innerhalb der Vereine weitergehen soll. Wie der VfL Bochum aktuell mit der Krise umgeht, erklärte der Vorstandsvorsitzende Hans-Peter Villis gegenüber der "Bild".
Villis wünscht sich mehr Optimismus
Villis, der Mandate in mehreren Aufsichtsräten verschiedener Firmen innehat, verwies auf eine "sehr große Verunsicherung bei vielen Menschen", die aktuell herrsche: "Ein wenig mehr Optimismus von verantwortlicher Seite wäre da wünschenswert. In vielen Unternehmen gab es tiefe, wirtschaftliche Einschnitte. Wir brauchen einen guten Plan für die Zukunft. Die Politik sollte hier Leitplanken setzen."
Auch beim VfL Bochum blieb man von der Krise nicht verschont, weswegen mehrere Maßnahmen zur Sicherung der Finanzen des Vereins getroffen wurden: Seit Wochen habe man viele Gespräche hinter den Kulissen geführt, so Villis: "Mit wichtigen Partnern wie der Stadt, Kreditgebern und Sponsoren. Die Resonanz war sehr positiv." Nun wolle man sich auch an die Dauerkarteninhaber wenden. Dass die TV-Gelder auch im April fließen sollen, könne nun ein entscheidender Faktor werden: "Wenn es wirklich so kommen sollte, wäre dies eine absolut positive Nachricht, die Mut macht", erklärt Villis: "Allerdings hätten wohl beim Ausbleiben des TV-Geldes und dem Nicht-Greifen anderer Maßnahmen viele Zweitligisten eine Insolvenz nicht kategorisch ausschließen können."
Gesundheit bleibt im Vordergrund
Der Zusammenhalt innerhalb der DFL stimme ihn ebenfalls positiv. Alle Klubs blieben an Bord, so Villis - und auch beim VfL gebe es "Fortschritte": "Die Mannschaft hat beispielsweise wieder in kleinen Gruppen, unter Berücksichtigung aller Sicherheits- und Hygiene-Auflagen, mit dem Training begonnen. Weitere Schritte werden folgen."
Dabei müsse die Gesundheit aber weiterhin im Vordergrund stehen: "Das betrifft bei uns alle Mitarbeiter und natürlich auch den gesamten Profi-Kader. Wir müssen nun auf die Entscheidungen der Politik warten, ab wann und unter welchen Bedingungen wir wieder spielen können. Innerhalb der DFL gibt es den Konsens, spielen zu wollen."