VfL Bochum immer tiefer im Abstiegskampf

Sie haben geackert, gekämpft und sich Chancen herausgespielt, doch am Ende gingen die Spieler des VfL Bochum wieder als Verlierer vom Platz. Nach der bitteren 0:1-Heimniederlage gegen Bielefeld stecken die Ruhrstädter noch etwas tiefer im Abstiegskampf.
Zwei Teams auf Augenhöhe
Der erhoffte Befreiungsschlag nach zwei Pleiten in Folge blieb aus. „Langsam fühlt es sich so an wie „Täglich grüßt das Murmeltier“. Es waren ähnliche Spielabläufe wie so häufig zuletzt. Wir hatten die Spielmomente auf unserer Seite, die wir nicht zu Toren nutzen konnten“, wird Cheftrainer Jens Rasiejewski auf der VfL-Homepage zitiert.
In einer an Höhepunkten armen ersten Halbzeit agierten beide Teams auf Augenhöhe und kamen jeweils zu ein paar Chancen. Zumeist hatten die Defensivreihen die Sache jedoch gut im Griff. Bochum hatte mehr Ballbesitz und versuchte Druck auf einen Gegner auszuüben, der sich auf das Kontern verlegte. "Wir haben viel probiert, wollten aus einer kompakten Defensive unser Spiel entwickeln. Das hat gegen einen Gegner auf schwer bespielbaren Rasen recht gut geklappt", sagte Rasiejewski. Unter seiner Regie holte der VfL nur 13 Punkte aus elf Spielen.
Unruhe im Verein verunsichert Spieler
Nach Wiederanpfiff erhöhten die Bochumer etwas den Druck. Torchancen blieben weiter auf beiden Seiten eher Mangelware – bis den Gastgebern der Bielefelder Hartherz mit einem Freistoßtor den Nackenschlag versetzte. Bochum reagierte und packte die Brechstange aus. Bei einem Bielefelder Konter hatten sie Glück, nicht noch das 0:2 zu kassieren. Der Ausgleich blieb aus. „Wir haben heute auf dem Platz alles gegeben und alles versucht. Wir haben gut gekämpft, aber am Ende hatten wir kein Glück“, haderte Anthony Losilla.
Nur Kampf scheint im Abstiegskampf jedoch nicht zu reichen. Zudem tragen die ständigen Querelen beim VfL laut Innenverteidiger Patrick Fabian zur Verunsicherung der Spieler bei. „Die Liga ist sehr eng, die meisten Spiele sind sehr ausgeglichen und am Ende ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass der Verein gewinnt, der ein ruhiges Umfeld hat, der solide arbeiten kann“, machte Fabian seinem Ärger Luft. Am Sonntag wollen es die Bochumer besser machen. Dann geht es zum punktgleichen Tabellennachbarn aus Dresden.