VfL Bochum: Ohne Druck zum FC Ingolstadt

Sieben sieglose Spiele sind Geschichte: Am vergangenen Wochenende hat der VfL Bochum seinen Negativlauf vorerst gestoppt und seinen ersten Saison-Heimsieg eingefahren. Gegen den VfR Aalen gewann die Mannschaft von Trainer Peter Neururer deutlich mit 4:0. Dabei überzeugte der VfL lediglich im zweiten Durchgang, dennoch stand am Ende der erste Sieg seit September 2014 (5:1 beim FSV Frankfurt) zur Buche. liga2-online.de wirft einen Blick zurück – und blickt gleichzeitig auf das Gastspiel beim FC Ingolstadt voraus.

Aalener Harmlosigkeit hilft dem VfL

Das Spiel begann für den VfL wie gemalt: Der erste ernstzunehmende Angriff war direkt von Erfolg gekrönt, die flache Hereingabe von Perthel vollendete der Aalener Innenverteidiger Hainault mit einem Eigentor. Die frühe Führung gab dem VfL aber alles andere als Sicherheit, im Gegenteil: Der VfL Bochum ließ den VfR Aalen ohne große Gegenwehr spielen, die Abstände waren zu groß – Zweikampfverhalten war kaum vorhanden. In dieser Phase hätte der Gast von der Ostalb den Ausgleich verdient gehabt – doch die fehlende Kaltschnäuzigkeit, bedingt durch mangelndes Selbstvertrauen der Ostalbstädter, retteten die Bochumer Pausenführung. Im zweiten Abschnitt trat der VfL wie verwandelt auf: Man stand defensiv stabil und lauerte auf Konter. Und diese wurden genutzt: Simon Terodde, Marco Terrazzino und Mikael Forssell schraubten das Ergebnis deutlich in die Höhe und versetzten das rewirpowerSTADION in Feierlaune.

Schlagen die „Serienbrecher“ auch in Ingolstadt zu?

Am vergangenen Wochenende brach der VfL gleich drei Serien, in Ingolstadt soll die nächste Serie gebrochen werden: Seit vier Auswärtsspielen wartet der VfL auf einen Sieg, die ersten drei Partien auf fremden Boden wurden noch gewonnen. Die Vorzeichen dafür stehen nicht schlecht: Die Schanzer verloren am vergangenen Wochenende ihr erstes Saisonspiel und sind seit drei Spielen sieglos. Der VfL ist seit vier Spielen auswärts sieglos, der FC Ingolstadt hat noch kein Heimspiel verloren.  Auch die Gesamtstatistik spricht klar für die Schanzer, lediglich ein Sieg (5:3 in Ingolstadt im Jahr 2012) steht für den VfL auf der Habenseite. Spektakel scheint auch diesmal im Bereich des Möglichen zu liegen: 45 Tore fielen bei Spielen mit VfL-Beteiligung, Ligahöchstwert. Ein Sieg dürfte auch den Anschluss an die Aufstiegsränge herstellen – alleine diese Tatsache dürfte für den VfL um Punktegarant Simon Terodde Motivation genug sein.

Personal: Mit Luthe, ohne Gregoritsch

Die zuletzt fraglichen Andreas Luthe und Yusuke Tasaka konnten das Donnerstagstraining problemlos absolvieren und werden höchstwahrscheinlich im Aufgebot stehen. Das Gegenteil ist bei Michael Gregoritsch der Fall, der sich im Heimspiel gegen Aalen eine Oberschenkelverletzung zuzog und nicht zur Verfügung stehen wird. Auch Fabian Holthaus (Wadenprellung) fällt aus, außerdem muss Peter Neururer auf die Langzeitverletzten Jan Gyamerah und Jan Simunek verzichten. Für Michael Gregoritsch dürfte Marco Terrazzino in die Startelf rücken, Adnan Zahirovic rutscht dafür auf die Ersatzbank. Weitere Änderungen sind, angesichts der passablen zweiten Halbzeit im Spiel gegen Aalen, nicht zu erwarten.

Aufstellung: Luthe – Celozzi, Cacutalua, Fabian, Perthel – Losilla, Latza – Tasaka, Terrazzino -  Sestak, Terodde

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